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	<title>Schwarzwaldimpressionen</title>
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	<description>Grüß Gott im Schwarzwald - Gästemagazin für den Erlebnisurlaub</description>
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		<title>BW-Tourismus startet Projekt „Grüner Süden“ - Angebote für naturnahen und umweltschonenden Tourismus</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jul 2011 10:31:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>STUTTGART.  Natur aktiv erleben und erkunden und gleichzeitig verantwortungsvoll und schonend mit ihr umzugehen, das ist für immer mehr Menschen ein Kriterium bei der Urlaubswahl. Naturnahe und umweltverträgliche Urlaubsformen stoßen auf ein stark wachsendes Interesse.</p>
<p>Die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) trägt dieser Entwicklung jetzt Rechnung und startet das Projekt „Grüner Süden“, das touristische Angebote aus den Bereichen Naturerlebnis, umweltfreundliche [...]<br /><p>zum Artikel: <a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/bw-tourismus-startet-projekt-%e2%80%9egruner-suden%e2%80%9c/">'BW-Tourismus startet Projekt „Grüner Süden“'</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>STUTTGART.  Natur aktiv erleben und erkunden und gleichzeitig verantwortungsvoll und schonend mit ihr umzugehen, das ist für immer mehr Menschen ein Kriterium bei der Urlaubswahl. Naturnahe und umweltverträgliche Urlaubsformen stoßen auf ein stark wachsendes Interesse.</p>
<p>Die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) trägt dieser Entwicklung jetzt Rechnung und startet das Projekt „Grüner Süden“, das touristische Angebote aus den Bereichen Naturerlebnis, umweltfreundliche  Mobilität, klimaverträgliche Unterkünfte sowie nachhaltige regionale Produkte und Küche zusammenführt und für den Gast erlebbar macht.</p>
<p><a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/07/wasserfall.jpg" rel="lightbox[985]"><img src="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/07/wasserfall.jpg" alt="" title="wasserfall" width="450" height="300" class="aligncenter size-full wp-image-986" /></a></p>
<p>Ziel des in Deutschland bisher beispiellosen Projekts, so erläuterte TMBW-Geschäftsführer Andreas Braun bei einem Pressegespräch in Stuttgart, sei es, dem Baden-Württemberg-Urlauber in allen Regionen des Landes ein möglichst  umfassendes und attraktives  Angebot für einen „grünen Urlaub im Süden“ machen zu können.</p>
<p>Im ersten Schritt werde das Projekt gemeinsam mit „Musterregionen und -organisationen“ angestoßen und vorangetrieben, für die das Thema naturnaher Urlaub schon bisher eine wichtige Rolle spielt. Zum Beispiel mit dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb &#8211; aber auch mit dem Hochschwarzwald habe man sich auf eine enge Zusammenarbeit geeinigt. „Natürliche Partner“ seien zudem die baden-württembergischen Naturparke, für die die Zusammenführung von Nachhaltigkeit und Tourismus ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit sei. Eine wichtige Rolle komme den Natur- und Landschaftsführern zu, die dem Besucher ein hautnahes und authentisches Naturerlebnis vermitteln.</p>
<p>Auch im Bereich umweltverträgliche Anfahrt und Mobilität vor Ort sei Baden-Württemberg schon vergleichsweise gut aufgestellt, meinte Braun mit Blick auf Projekte wie KONUS (kostenlose ÖPNV-Nutzung für Urlaubsgäste) oder ZUMO (Nutzung von E-Mobilen und E-Bikes im Urlaub).</p>
<p>Ein weiterer zentraler Baustein für einen naturverträglichen Urlaub ist für die TMBW die Art der Unterkunft. Hier reiche das Spektrum von der Ferienwohnung auf dem Demeter-Bauernhof oder dem Bio-Hotel über das Stadthotel, das auf seinem Energiedachgarten mit Solaranlagen und Windturbinen Strom erzeugt, bis hin zum Campingplatz am Bodensee, der den Umwelt-Kriterien von Viabono entspricht, oder die Biosphärengastgeber.</p>
<p>Sämtliche  Biosphärengastgeber-Hotels, so führte Achim Nagel von der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets aus, seien nach dem EU-Umweltmanagementsystem EMAS zertifiziert, der höchsten europäischen Auszeichnung. Als offiziell anerkannte Partner des Biosphärengebiets hätten sie sich dazu verpflichtet, durch eine nachhaltige Wirtschaftsweise  aktiv zum Erhalt „unserer schützenswerten Kulturlandschaft“ beizutragen.<br />
Dieter Wetzel, Biosphärengastgeber und Patron des Hotels „Schwanen“ in Metzingen, machte am konkreten Beispiel deutlich, welche Hürden ein Hotel auf dem Weg zur EMAS-Zertifizierung zu überspringen hat. Außerdem verwies er darauf, dass nachhaltiger Urlaub und Genuss kein Widerspruch seien. Dies bewiesen nicht nur die Biosphärengastgeber, sondern zum Beispiel auch die Naturparkwirte im Schwarzwald oder die Gastronomen der Vereinigung „Schmeck den Süden“, die sich allesamt der Tradition und regionalen Produkten verpflichtet fühlten.</p>
<p>Von heute an, so berichtete Braun, werde der „Grüne Süden“ zunächst einmal auf der TMBW-Website präsentiert, wobei dem Besucher von Anfang an buchbare Pauschalen offeriert würden. Ein „Grüner Süden“-Magazin werde folgen und auch auf der TMBW-Kooperationsbörse im September werde das Thema eine wesentliche Rolle spielen. Braun zeigte sich zuversichtlich, dass rasch weitere Regionen und Organisationen „mit an Deck kommen“ und dazu beitrügen, den „Grünen Süden“ zu einem starken Leitprojekt des baden-württembergischen Tourismus zu machen.<br />
Infos, Bilder etc. zum Download:</p>
<p><a href="http://presse.tourismus-bw.de/Pressemitteilungen">http://presse.tourismus-bw.de/Pressemitteilungen</a> </p>
<p>Ansprechpartner:<br />
Thomas Beyrer<br />
Tel.: 0711 / 238 58 60<br />
Mail: t.beyrer@tourismus-bw.de</p>
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		<title>Papstbesuch in Freiburg - „Wo Gott ist, da ist Zukunft“ - Erzdiözese Freiburg freut sich auf Besuch von Benedikt XVI.</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jun 2011 13:36:18 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<strong>Papstbesuch in Freiburg</strong>.Papst Benedikt XVI. wird am 24. und 25. September in Freiburg zu Gast sein – ein historisches Ereignis: Denn damit kommt zum ersten Mal in der mehr als 180-jährigen Geschichte des Erzbistums ein Papst nach Freiburg. Kernpunkte des Programms werden eine Vigilfeier für junge Leute am Samstagabend (24. 09.) und der Gottesdienst am Sonntagmorgen (25. 09.) sein. Weitere Programmpunkte sind ein Gebet im Freiburger Münster und ein Vortrag des Papstes zum Abschluss des [...]<br /><p>zum Artikel: <a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/papstbesuch-in-freiburg/">'Papstbesuch in Freiburg'</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Papstbesuch in Freiburg</strong>.Papst Benedikt XVI. wird am 24. und 25. September in Freiburg zu Gast sein – ein historisches Ereignis: Denn damit kommt zum ersten Mal in der mehr als 180-jährigen Geschichte des Erzbistums ein Papst nach Freiburg. Kernpunkte des Programms werden eine Vigilfeier für junge Leute am Samstagabend (24. 09.) und der Gottesdienst am Sonntagmorgen (25. 09.) sein. Weitere Programmpunkte sind ein Gebet im Freiburger Münster und ein Vortrag des Papstes zum Abschluss des Deutschlandbesuches.</p>
<p><a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/06/Erzbischof-Zollitsch.jpg" rel="lightbox[969]"><img src="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/06/Erzbischof-Zollitsch.jpg" alt="" title="Erzbischof-Zollitsch" width="500" height="333" class="aligncenter size-full wp-image-971" /></a></p>
<p>Zur Vigilfeier am Samstagabend erwarten die Veranstalter zwischen 20.000 und 30.000 Jugendliche. „Die Erfahrungen vom Weltjugendtag 2005 in Köln und vom Papstbesuch 2006 in Bayern zeigen, dass gerade die Jugendlichen von der besonderen Atmosphäre einer abendlichen Vigilfeier angesprochen werden“, stellt Domkapitular Birkhofer fest. Aber nicht nur die Jugend möchte den Heiligen Vater treffen, auch Benedikt XVI. sei diese Begegnung mit jungen Leuten ein besonderes Anliegen.</p>
<p>Der Sonntagvormittag (25. 09.) steht dann ganz im Zeichen des großen Festgottesdienstes mit dem Heiligen Vater. „Das Flugplatzgelände Freiburg bietet Platz für mehr als hunderttausend Besucher, wir sind also auf viele Gläubige eingestellt“, so Domkapitular Birkhofer. Auch zuhause kann der Papstbesuch verfolgt werden: Die Eucharistiefeier aus Freiburg wird voraussichtlich in mehreren Ländern live im Fernsehen zu sehen sein.</p>
<p>Die Vorbereitungen für dieses Großereignis laufen auf Hochtouren. Neben der Erzdiözese sind daran auch die Landesregierung von Baden-Württemberg, die Stadt Freiburg, die Polizei, die Rettungsdienste und die Medien beteiligt. Für Generalvikar Keck ist jedoch klar: „Bei der Vorbereitung dieses Besuches geht es nicht nur um protokollarische und organisatorische Fragen: Es geht um Inhalte, um Gott und die Zukunft unserer Gemeinschaft des Glaubens und ihren Dienst an der Gesellschaft. Deshalb bin ich dankbar, dass diese Vorbereitungen bereits jetzt vom Gebet vieler Katholiken begleitet werden: Nicht nur aber auch in den Orden und geistlichen Gemeinschaften, die wir ebenfalls bereits jetzt zum Gottesdienst nach Freiburg einladen.“</p>
<p><strong>Wo Jugendliche beim Papstbesuch übernachten</strong></p>
<p>Zum Abendgebet für Jugendliche mit Papst Benedikt XVI. am Samstag (24. September) erwartet Freiburg Besucher aus ganz Deutschland. Ein Großteil der Gäste soll mit Schlafsack und Isomatte im Freien auf dem Gelände des Flugplatzes nächtigen – so wie es auch bei Weltjugendtagen üblich ist. Zeltplätze sind aus Sicherheitsgründen nicht vorgesehen.<br />
Gruppen ab 50 Personen, die mit dem Bus anreisen, können sich um eine gemeinsame Übernachtungsmöglichkeit in städtischen Sporthallen oder Hallen kirchlicher Schulen bewerben, teilte das Erzbistum am Donnerstag (9. Juni) mit. Dort ist Platz für bis zu 7.000 Personen. Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an <a href="mailto: rektorat@seelsorgeamt-freiburg.de">rektorat@seelsorgeamt-freiburg.de</a>. Die Platzvergabe entscheidet sich noch vor den Sommerferien in Baden-Württemberg. Die Schlafplätze in den Hallen stehen nicht für Gäste aus Freiburg und der näheren Umgebung zur Verfügung.<br />
Alle Jugendlichen, deren Übernachtung durch die Erzdiözese Freiburg organisiert wird und die bei der Anmeldung angeben, dass sie Verpflegung benötigen, bekommen Frühstück und ein Lunchpaket.</p>
<p>Weitere Informationen zum Papstbesuch unter <a href="http://www.ebfr.de/papstbesuch">http://www.ebfr.de/papstbesuch</a></p>
<p>Mit rund zwei Millionen Katholiken gehört das Erzbistum zu den großen der 27 Diözesen in Deutschland. Informationen zur Erzdiözese erhalten Sie unter <a href="http://www.erzbistum-freiburg.de">http://www.erzbistum-freiburg.de</a>. Auch der Kurznachrichtendienst „Twitter“ bietet Informationen aus dem Erzbistum an &#8211; unter <a href="http://twitter.com/BistumFreiburg">http://twitter.com/BistumFreiburg</a>. Den Medien-Monitor des Erzbistums stellen wir unter <a href="http://twitter.com/MeMoEBFR">http://twitter.com/MeMoEBFR</a> bereit. Bei „Facebook“ können interessierte Internetnutzer sich ebenfalls informieren &#8211; unter <a href="http://www.facebook.com/erzdioezese-freiburg">http://www.facebook.com/erzdioezese-freiburg</a>.</p>
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		<title>SchwarzwaId-Infos aus erster Hand - Infozentren für Tourismus und Natur</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 15:10:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p>„Gestern bin ich von 47.86033,8.034714 nach 47.872868,8.00535 gewandert und habe bei 47.865671.8.025657 eine Pause eingelegt und die herrliche Aussicht genossen.&#8221; So oder ähnlich könnte die Wegbeschreibung eines Wanderers am Feldberg sich künftig anhören. Immer exakter wird die Bestimmung von Standorten, immer genauer werden die Messgeräte. Es gehört mittlerweile zu den Standard-Angeboten jedes Wander-lnformationszentrums ein GPS Gerät für Ausflüge ins Grüne [...]<br /><p>zum Artikel: <a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/schwarzwaid-infos-aus-erster-hand/">'SchwarzwaId-Infos aus erster Hand'</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Gestern bin ich von 47.86033,8.034714 nach 47.872868,8.00535 gewandert und habe bei 47.865671.8.025657 eine Pause eingelegt und die herrliche Aussicht genossen.&#8221; So oder ähnlich könnte die Wegbeschreibung eines Wanderers am Feldberg sich künftig anhören. Immer exakter wird die Bestimmung von Standorten, immer genauer werden die Messgeräte. Es gehört mittlerweile zu den Standard-Angeboten jedes Wander-lnformationszentrums ein GPS Gerät für Ausflüge ins Grüne bereit zu halten und den Wanderer auch ohne Begleitung unterwegs mit lokalen Informationen zu versorgen. Spielerisch geht es beim Geo-Caching zur Sache, und auch die Taucher im Schluchsee können sich bei der Tauchschule Lang im Aqua- Caching üben. Natürlich geht es nach wie vor auch ohne Satelliten-Unterstützung. An vielen Orten im Schwarzwald stehen den Ausflüglern kompetente Wanderführer zur Seite, neuerdings auch gerne als Schwarzwald-Guides bezeichnet. Allen voran stehen in den zwei Naturschutzzentren des Schwarzwalds und in Naturschutzgebieten die Ranger Rede und Antwort, wenn es um Fragen des Naturschutzes, aber auch um Ortskenntnisse und geführte Touren geht. Für den Feldberg, die Info-Station des Naturschutzzentrums Südschwarzwald, ist das Feldberg-Ranger Achim Laber, der seinen Sitz im Haus der Natur hat. Das zweite Naturschutzzentrum Ruhestein, zuständig für die Region Schwarzwald-Mitte/Nord, befindet sich an der Schwarzwaldhochstraße. In beiden Einrichtungen sind neben Tour-Guides und Info-Materialien auch Seminarräume und interaktive Erlebniszentren im Museumsstil eingerichtet. Am Ruhestein liegt zudem der Erlebnis-Trail „Lotharpfad&#8221;, am Feldberg der mehrfach ausgezeichnete „Wichtelpfad&#8221; Im weiteren Umfeld befindet sich das Naturschutzzentrum Eriskirch bei Friedrichshafen am Bodensee, Träger dieser Einrichtungen ist jeweils die Landesnaturschutzbehörde.</p>
<p><strong>Der Wildsee liegt inmitten des Hochmoores auf dem Kaltenbronn im Nördl. Schwarzwald</strong></p>
<p><a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/06/wildsee-kaltenbronn.jpg" rel="lightbox[961]"><img src="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/06/wildsee-kaltenbronn.jpg" alt="" title="wildsee-kaltenbronn" width="500" height="382" class="aligncenter size-full wp-image-962" /></a><strong>Foto: Reinhold Wagner</strong></p>
<p>Daneben gibt es lokale Einrichtungen unterschiedlicher Trägerschaften wie das Naturschutzzentrum Pforzheim und das Umweltzentrum Freudenstadt (Träger; BUND), das Naturzentrum Kaiserstuhl in Ihringen {Träger: Schwarzwaldverein) oder das Nalurzentrum Rheinauen in Rust, Das Naturschutzzentrum Pamina Rheinpark im Bereich Karlsruhe-Rastatt-Seltz arbeitet grenzüberschreitend mit dem Elsass zusammen. Als eigener Verein unterhält der NABU Naturschutzzentren in Baden-Württemberg, Und das Landesprojekt PLENUM hat seinen Sitz für den Naturgarten Kaiserstuhl in Freiburg, für den westlichen Bodensee in Stockach, für Allgäu-Oberschwaben in Ravensburg und für die Schwäbische Alb in Reutlingen. Das Waldhaus in Freiburg und das Infozentrum Kaltenbronn unterstehen der Forst Verwaltung, ebenso wie die Naturparke, von denen es im Schwarzwald wiederum zwei gibt: den Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord und den Naturpark Südschwarzwald. Nur eines fehlt dem Land bislang: in ganz Baden-Württemberg gibt es keinen Nationalpark.</p>
<p>Ginge es nach den Wünschen von Andreas Braun. Geschäftsführer der Tourismus-Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) und Christopher Krull, Geschäftsführer der Schwarzwald Tourismus GmbH (STG), wäre das der bedeutendste nächste Schritt für das Land in Richtung Zukunft. Immerhin: Der Schwarzwald besitzt schon heute die beiden größten Naturparke Deutschlands. Sie sind an denselben Orten lokalisiert wie die Naturschutzzentren, also am Ruhestein und im Haus der Natur am Feldberg. Für deren Marketing ist die STG zuständig. Und damit wären wir bei der Organisation, die als kompetenter Ansprechpartner erste Anlaufstelle ist für alle Gäste, die an Kultur und Freizeit, Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten, aber auch allgemeinen Informationen und Materialien interessiert sind. Hauptsitz der STG ist Freiburg. Außenstellen befinden sich in Pforzheim und Villingen-Schwenningen. Anreisende Schwarzwald-Gäste erhalten dort unter anderem kostenlos saisonale Broschüren, den Gastgeberkatalog und das Gäste-Journal darüber hinaus Prospekt-, Buch- und Kartenmaterial. typische Schwarzwälder Produkte als Reiseproviant und Souvenirs, individuell zugeschnittene Pauschal-Arrangements und Kombi-Karten wie die Konus- oder die Schwarzwald Card, künftig vereint in einer gemeinsamen Gästekarte Plus (Einführung voraussichtlich 2012). Mit ihr erhält jeder Übernachtungsgast eine ganze Reihe an Vorteilen, die Öffentliche Verkehrsmittel und Eintritte in Bäder, Museen und Freizeitbetriebe einschließen. „Alles vereint unter einem Dach&#8221; &#8211; das ist seit einigen Jahren das erklärte gemeinsame Ziel, an dem die Schwarzwälder Tourismusbranche arbeitet. Eines hat sie bereits geschafft: nach einer langjährigen grundlegenden Strukturreform formierte sie sich im Jahr 2009 zu einer gemeinsamen GmbH für den gesamten Schwarzwald. Die „Marke Schwarzwald&#8221; ist seither überall sichtbar im Kommen: Über mehr und mehr typischen Schwarzwälder Produkten steht das neue gemeinsame Logo mit dem Bollenhut, Präsentiert und angeboten werden diese Produkte unter anderem in neu aufgestellten Glasvitrinen bei den Tourist-Infos und in Hotels, Eigene Wege geht allein die Hochschwarzwald Tourismus GmbH, ein Zusammenschluss mehrerer Gemeinden um den Feldberg mit Sitz in Hinterzarten. Sie hat seit Dezember 2010 ihre eigene „All-Inclusive Hochschwarzwald Card&#8221; für Übernachtungsgäste in teilnehmenden Hotels. Darin enthalten sind über 50 Urlaubsatraktionen &#8211; allesamt gratis. <strong>Artikel von Reinhold Wagner</strong></p>
<p>-Naturschutzzentrum Südschwarzwald, Haus der Natur, Feldberg, Tel. 07676/93360 -Naturschutzzentrum Ruhestein, Schwarzwaldhochstraße, Tel. 07449/91020,<br />
beide: <a href="http://www.naturschutzzentren-bw.de">www.naturschutzzentren -bw.de</a><br />
- Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord. Ruhestein, Tel, 07449/913054, <a href="http://www.naturparkschwarzwald.de">www.naturparkschwarzwald.de</a><br />
- Naturpark Südschwarzwald, Haus der Natur, Feldberg, Tel. 07676/9336-14, <a href="http://www.naturpark-suedschwarzwald.de">www.naturpark-suedschwarzwald.de</a><br />
- Schwarzwaldverein, <a href="http://www.schwarzwaldverein.de">www.schwarzwaldverein.de</a><br />
- BUND, <a href="http://www.bund-bawue.de">www.bund-bawue.de</a><br />
- NABU, <a href="http://www.nabu-bw.de">www.nabu-bw.de</a><br />
- Wander-lnformationszemrum (WIZ) Baiersbronn, <a href="http://www.wanderhimmel.de">www.wanderhimmel.de</a><br />
- Schwarzwald Tourismus GmbH (STG), Zentrale: Ludwigstr. 23,79104 Freiburg, lnfo-Tel.0761-89646-0,lnfo-Fax: -94, mail@schwarzwald-tourismus.info<br />
prospektservice@schwarzwald-tourismus.info, <a href="http://www.schwarzwald-tourismus.info">www.schwarzwald-tourismus.info</a><br />
- Hochschwarzwald Tourismus GmbH, Freiburger Str. 1,79856 Hinterzarten,<br />
Tel. 07652/1206-0, info@hochschwarzwald.de, <a href="http://www.hochschwarzwald.de">www.hochschwarzwald.de</a>, <a href="http://www.hochschwarzwald-card.de">www.hochschwarzwald-card.de</a></p>
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		<title>Weinland Baden &#8211; Wein u. Musik - Mineralischer Wein mit feiner Fruchtsäure ist leicht und verspielt wie Papagenos Arie</title>
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		<description><![CDATA[<p>Es ist eine Binsenweisheit, dass uns Stimmungen beeinflussen. Was natürlich in besonderer Weise für Wein und Musik gilt, die beide starken Einfluss auf uns ausüben. Interessant sind auch die wechselseitigen Beziehungen, wie eine Studie der Heriot Watt University in Edinburgh zusammen mit einem chilenischen Weinproduzenten gezeigt hat. Hört man eine bestimmte Art von Musik, würden bestimmte Bereiche des Gehirns angeregt.</p>
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<p>In [...]<br /><p>zum Artikel: <a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/weinland-baden-wein-u-musik/">'Weinland Baden &#8211; Wein u. Musik'</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist eine Binsenweisheit, dass uns Stimmungen beeinflussen. Was natürlich in besonderer Weise für Wein und Musik gilt, die beide starken Einfluss auf uns ausüben. Interessant sind auch die wechselseitigen Beziehungen, wie eine Studie der Heriot Watt University in Edinburgh zusammen mit einem chilenischen Weinproduzenten gezeigt hat. Hört man eine bestimmte Art von Musik, würden bestimmte Bereiche des Gehirns angeregt.</p>
<p><a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/06/kaierstuhl.jpg" rel="lightbox[953]"><img src="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/06/kaierstuhl.jpg" alt="" title="kaierstuhl" width="500" height="375" class="aligncenter size-full wp-image-958" /></a></p>
<p>In der Folge verändert das die Wahrnehmung des Wein-Geschmacks. Zum Beispiel sei der Geschmack von Cabernet Sauvignon von Weintrinkern stärker empfunden worden bei „mächtiger und schwerer Musik&#8221;. Chardonnay hingegen habe bei „schwungvollen und erfrischenden&#8221; Melodien deutlich besser geschmeckt. Es ist auch bekannt, dass Musik das Kaufverhalten beeinflusst. So wurde in der Weinabteilung eines Supermarkts über zwei Wochen entweder deutsche Blas- oder französische Akkordeonmusik gespielt. Es stellte sich heraus, dass die Käufer bei der französischen Musik etwa dreimal häufiger zu französischen Weinen griffen und bei Blasmusik zu deutschen. Wie wäre es, einmal selbst auszuprobieren welche Musik zu welchem Wein einem am besten gefällt oder das größte Wohlbefinden auslöst. Natürlich gibt es keine Vorgaben, denn sowohl Wein wie Musik stellen ganz persönliche Geschmackssachen dar. Klassische Musik kann genauso gut passen wie Rockmusik, Jazz oder auch Chormusik. wenn man es versteht, sie mit den richtigen Weinen zu kombinieren. Warum sich also nicht darauf einlassen, sich in Stimmung bringen und ein wenig fallen lassen? Wie wäre es zum Beispiel mit der Arie des Papageno in Mozarts Zauberflöte? Leicht verspielt, etwas verrückt, jugendlich, frisch und unbekümmert, begleitet von hellen Flötentönen, wünscht er sich ein Weibchen, das zu ihm passt. Der 2009er Durbacher Bienengarten Riesling Kabinett trocken vom Weingut Andreas Männle z.B, unterstreicht diese Stimmung, Der mineralische Wein mit seiner feinen Fruchtsäure tanzt regelrecht auf der Zunge. Mit seinem Früchtereigen von Grapefruit, Apfel, Birne, Quitte, Rhabarber und einem Hauch von frisch gemähtem Gras verkörpert er Frische und Lebendigkeit, so leicht und verspielt wie diese Arie.</p>
<p>Oder man lässt sich entführen von einer Grauburgunder Spätlese trocken und Fields Of Gold von Sting. Eine Ballade voller Sehnsucht und Erinnerungen an riesige Weizenfelder, über die der Wind sachte streicht, Hoffnung und Erinnerung zugleich! Die 2009 Eichstetter Herrenbuck Grauburgunder Spätlese trocken vom Weingut Friedrich Kiefer am Kaiserstuhl z.B. nimmt diese Stimmung, diese ruhigen Töne auf. Der Geschmack nach Laub, frischem Brot, aber auch die leicht herbe Note nach Quitte, Nuss, ja Stroh sowie eine frische Schärfe nach schwarzem Pfeffer machen einen glauben, dass man den Weizen auch auf der Zunge spürt. Ein ruhiger Wein, der die Stimmung dieser Ballade wunderbar auffängt.<br />
Geradezu wie füreinander bestimmt sind der Bolero von Ravel und der 2007er Riesling Eiswein der Oberkircher Winzergenossenschaft. Bei beiden knistert es, Erotik, aber nicht schwülstig, sondern frisch, voller Ideen und Überraschungen, Es ist ein tanzender süßer Zauber, ein Verführen und Entführen, eine elektrisierende Spannung die sich zwischen Wein und Musik aufbaut. Beide nehmen sich an den Händen und lassen sich nicht mehr los.</p>
<p>Weinadressen: <a href="http://www.best-of-baden.de">www.best-of-baden.de</a><br />
Badische Weine: <a href="http://www.badische-weine.com">www.badische-weine.com</a><br />
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		<title>Historischer Spaziergang durch Freiburgs Geschichte - Stadführung in Freiburg mit Historix Tours</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jun 2011 11:15:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Roter Bären]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Wir starten unseren Rundgang am Schwabentor, lange Zeit auch „Oberes Tor&#8221; genannt. Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut, war es zunächst ein sog, Schalentor, d.h. es besaß nur drei Außenmauern; nach außen, nach links und nach rechts. Die Innenseite war offen. Warum? Nun, wenn das feindliche Heer eine mittelalterliche Stadt einnahm, versuchte er gerne, sich in einem der Stadttürme festzusetzen. So [...]<br /><p>zum Artikel: <a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/historischer-spaziergang-durch-freiburgs-geschichte/">'Historischer Spaziergang durch Freiburgs Geschichte'</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir starten unseren Rundgang am Schwabentor, lange Zeit auch „Oberes Tor&#8221; genannt. Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut, war es zunächst ein sog, Schalentor, d.h. es besaß nur drei Außenmauern; nach außen, nach links und nach rechts. Die Innenseite war offen. Warum? Nun, wenn das feindliche Heer eine mittelalterliche Stadt einnahm, versuchte er gerne, sich in einem der Stadttürme festzusetzen. So konnte es aus erhöhter Stellung mühelos die kleineren Häuser hinter der Festung beschießen. Wenn die Innenseite aber fehlte, so war dies nicht möglich. Das Schwabentor hat sein Äußeres mehrfach verändert. Nicht nur, dass es später doch noch eine Innenwand erhielt, zwischen 1901/02 wurde es auch um das Doppelte erhöht. Der Aufbau war jedoch eher instabil, und so baute man ihn nach dem 2. Weltkrieg wieder zurück. Im Schwabentor befindet sich heute das kleinste Museum Freiburgs: die Zinnfigurenklause, die einen Besuch lohnt.</p>
<p><a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/06/historische-stadtfuehrung.jpg" rel="lightbox[949]"><img src="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/06/historische-stadtfuehrung.jpg" alt="" title="historische-stadtfuehrung" width="500" height="316" class="aligncenter size-full wp-image-950" /></a></p>
<p>An der Außenseite des Tores befindet sich einer der Stadtpatrone: der Heilige Georg, Stolz steht er auf dem erlegten Drachen. Seit dem Mittelalter wird der Heilige in Freiburg verehrt, weshalb die Stadt &#8211; ähnlich wie London &#8211; das Georgskreuz als Stadtwappen führt. Allerdings war der Hl. Georg nie in Freiburg, anders als die beiden anderen Patrone, die ihren Weg (zumindest „teilweise&#8221;) nach ihrem Tod hierher fanden. Der HL Lambertus &#8211; zumindest sein Kopf- wurde von Bischhof Rudolf von Zähringen, dem Onkel des Stadtherrn, in das Dorf Herdern (heute ein Stadtteil Freiburgs) gebracht. Herdern gehörte damals dem Bischof, welcher dort 1191 starb &#8211; die Kopfreliquie kam nach Freiburg. Sie ist die meiste Zeit des Jahres über im Augustinermuseum zu besichtigen. Der Hl. Alexander wiederum ist ein Katakomben heiliger aus Rom. den der Stadtrat Georg Schächtelin vom Papst erhielt und 1650 angeblich auf seinem Rücken nach Freiburg trug. Dabei hat er sich offenbar schwer verhoben, denn nach Beider Ankunft wurde nicht nur der Leichnam des Heiligen, sondern auch der des zusammengeklappten Stadtrates im Münster beigesetzt.! Der Hl. Lambertus und der Hl. Alexander sind bis heute als Figuren vor dem Hauptportal des Münsters zu sehen. Doch wir gehen wieder hinein in die Altstadt.</p>
<p>Gleich hinter dem Schwabentor kommen wir nach Oberlinden, benannt nach dem dort heute noch exisitierenden Baum. Die aktuelle Linde stamm aus dem Jahr 1729, und man fragt sich, was sie wohl alles zu berichten hätte, könnte sie sprechen&#8230; Am „Platze&#8221; sehen wir auch das älteste Gasthaus Deutschlands, den „Roten Bären&#8221;, der allerdings mit einem goldenen Bären wirbt. Seit 1311 sind alle „Bärenwirte&#8221; lückenlos nachgewiesen, und man gehl davon aus, dass auch schon zuvor ein Gasthaus an dieser Stelle stand. Manche Historiker vermuten sogar, dass sich lange vor der Stadtgründung an dieser Stelle eine Niederburg (im Gegensatz zu der Höhenburg auf dem Schloßberg) stand, denn die heutige Salzstraße war schon früh eine bedeutende Handelsstraße. An der Salzstraße befand sich früher stadteinwärts auch das Salzhaus, denn der Salzhandel war sehr bedeutsam. Ein späteres Salzhaus ist sogar noch erhalten und steht links vom Historischen Kaufhaus auf dem Münsterplatz.</p>
<p>Wir biegen in die Konviktstraße ein, die früher Hintere Wolfshöhle hieß. Und in der Tat konnte man hier wohl &#8211; nahe der alten Stadtmauer- die Wölfe heulen hören. Diese Gasse hatte noch bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts einen schlechten Ruf, Im Mitlelalter war es gar die Straße der Hintersassen, Gauner, Dirnen und Bettler. Im Haus „Zur schwarzen Katz&#8217;&#8221; wohnte einst der Henker von Freiburg! Neben seiner Arbeit als Scharfrichter und Folterknecht leitete er das Bordell (auch Haus „zur kurzen Freud&#8221; genannt), reinigte Latrinen und war der „Arzt der kleinen Leute&#8221;. Denn wer Knochen brechen und Köpfe abschlagen konnte, der kannte sich auch gut mit der Anatomie der Menschen aus und konnte sein Wissen ebensogut heilend einsetzen. Außerdem sprach man abgetrennten Körperteilen von Hingerichteten besondere Heilkräfte zu. So dachte man, die abgehakte Hand eines Diebes helfe seinem neuen Besitzer dabei, unbemerkt zu stehlen &#8230;</p>
<p>Wir folgen der inzwischen vorbildlich sanierten Konviktsstraße weiter. Der Name der „Wirtschaft zur Wolfshöhle&#8221; erinnert noch an den Namen des ehemals düsteren Quartiers, In unmittelbarer Nähe zu diesem Gasthaus lebte Anna Schweizerin, eine arme Besenbinderin, die als erste mutmaßliche „Hexe&#8221; 1546 in Freiburg auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Viele andere Frauen und auch mancher Mann sollten ihr in den folgenden Jahrhunderten folgen. Wir biegen ein in die Münzgasse, benannt nach der alten Münze, welche sich einst hier befand. Der Hotel Eingang des (empfehlenswerten!) Hotels „Zum Schwarzwälder Hof&#8221; erinnert nicht nur an die alte „Freiburger Münze&#8221;. Hinter diesen Mauern befand sich im 18. Jahrhundert auch das Spinn- und Arbeiterhaus der Stadt, ein berüchtigtes Gefängnis. Seit diesen rauen Zeiten hat sich das Gebäude aber sehr verändert: der Dichter und erste protestantische Rektor der Freiburger Universität lebte hier und heute kann man im ..Schwarzwalder Hof&#8221; gut essen, trinken und übernachten. Wir verlassen die Wolfshöhle, indem wir die Herrenstraße überqueren, die sich einst „Vordere Wolfshöhle&#8221; nannte. Die Straße, auf die wir treffen, ist die alte Wambeschergasse, weil hier einst die Handwerker lebten, die die Lederwamse der Ritter anfertigten. Später siedelten sich hier vermehrt Schuster an &#8211; die Gasse heißt daher nun „Schusterstraße&#8221;, Auf der rechten Seite treffen wir auf das alte „Historische Kaufhaus&#8221;, dessen Neubau aus den Jahren 1520-32 zum Münster hin jedoch um ein Vielfaches berühmter ist. Durch die enge Kaufhausgasse hindurch &#8211; Vorsicht: Bächle! &#8211; gelangen wir dorthin und blicken hinauf zu den prächtigen Figuren &#8211; von links nach rechts: Kaiser Maximilian l., sein Sohn Philipp der Schöne. Kaiser Karl V. und Kaiser Ferdinand l. Allesamt entstammen sie dem Hause Habsburg, dem Freiburg einst angehörte. Nicht nur das Habsburgerrot u.a. am Historischen Kaufhaus erinnert bis heute daran. Der Kaisersaal dahinter aber verdankt seinen Namen einem anderen Regenten: dem Hohenzollernkaiser Wilhelm I, der 1876 in Freiburg weilte, um das Siegesdenkmal einzuweihen. Ihm richtete man bei dieser Gelegenheit ein Fest in diesem Saal aus.</p>
<p>Drehen wir uns nun um. so stehen wir vor dem riesigen Münsterbau. Übrigens ist das „Münster&#8221; eigentlich ein Dom, seit Freiburg ab 1821 zum Erzbistum wurde. Nur: die Freiburger haben „schon immer&#8221; zu dem Dom „Münster&#8221; gesagt, und so werden sie es wohl auch weiterhin halten. Dennoch: es gibt in Freiburg eine Domsingschule, eine Dompfarrei, einen Domorganisten &#8211; das Wort „Dom&#8221; ist durchaus in Gebrauch! Hier endet unser kleiner Spaziergang, Wenn Sie mehr über Freiburg und seine Geschichte erfahren möchten, so seien Ihnen die Führungen von Historix-Tours ans Herz gelegt. Und wer es eher gruselig mag &#8211; die Ghost-Walks von Historix-Tours sind inzwischen fast schon legendär! Wer ist mutig?</p>
<p><strong>Infos hierzu: <a href="http://www.historix-tours.de">www.historix-tours.de</a></strong></p>
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		<title>Der Ort Gaienhofen und die Bodenseehalbinsel Höri - Zuflucht mit einem Angebot von Wasser und Weite</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jun 2011 10:10:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p>Wer die badische Bodenseeregion südlich des Schwarzwalds und des Hegaus besuchen und erkunden möchte, darf die malerische Bodenseehalbinsel Höri nicht auslassen. Die Höri erstreckt sich von Radolfzell bis Stein am Rhein, ragt zwischen Überlinger See und Gnadensee in die blauen Gewässer des Untersees hinein und zeigt mit ihrer Spitze bei Horn hinüber zur Insel Reichenau, auf die Bodenseemetropole Konstanz. Auf [...]<br /><p>zum Artikel: <a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/der-ort-gaienhofen-und-die-bodenseehalbinsel-hori/">'Der Ort Gaienhofen und die Bodenseehalbinsel Höri'</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer die badische Bodenseeregion südlich des Schwarzwalds und des Hegaus besuchen und erkunden möchte, darf die malerische Bodenseehalbinsel Höri nicht auslassen. Die Höri erstreckt sich von Radolfzell bis Stein am Rhein, ragt zwischen Überlinger See und Gnadensee in die blauen Gewässer des Untersees hinein und zeigt mit ihrer Spitze bei Horn hinüber zur Insel Reichenau, auf die Bodenseemetropole Konstanz. Auf die 63 Quadratkilometer der Halbinsel kommen heute etwa zehntausend Einwohner, die sich auf die Gemeinden Moos, Öhningen und Gaienhofen verteilen. Der landeinwärts allmählich ansteigende Schienerberg erreicht eine Höhe von über 700 Meter und steht weitgehend unter Natur- und Landschaftsschutz. Gut, dass die Menschen endlich begreifen, welch hohes Gut die natürlichen Ressourcen darstellen, wie wichtig es ist, sie auch für künftige Generationen zu erhalten. Es versteht sich von selbst, dass hier das umweltbewusste Freizeitangebot so vielfältig ist wie die Gegend selbst.</p>
<p>Auf der Halbinsel Höri konnte Abseits vom Massentourismus die Ursprüngliehkeit einer faszinierend abwechslungsreichen Landschaft, die gleichzeitig Geborgenheit verspricht und ins Offene weist, bewahrt bleiben. In der jüngeren Geschichte hat sich die Höri in ein wahres Arkadien verwandelt, aber eben nicht ohne menschliches Zutun. „Dass hier Arkadien ist&#8221;, schreibt der Freiburger Autor Karl-Heinz Ott in seiner „Heimatkunde Baden&#8221;, „erlebt man spätestens, wenn es am Wollmatinger Ried entlang durch endlose Pappelalleen auf die Höri hinausgeht und Schilfwiesen, Gemüsefelder, Rebhänge, Holunderbäume, Salat-und Kraut- und Rübengärten weithin die Landschaft prägen,&#8221; Also eine Gegend, die zum selbstvergessenen Lustwandeln wie geschaffen ist, wo man die Seele baumeln lassen, wo man nach dem Alltagsstress die Energien auffrischen, Lebenslust tanken kann. Die Quellen dazu muss einer für sich freilich erst finden, nur. um die halbe Welt zu fliegen braucht er deshalb nicht.</p>
<p><a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/06/bodenseeinsel-hoeri.jpg" rel="lightbox[940]"><img src="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/06/bodenseeinsel-hoeri.jpg" alt="" title="bodenseeinsel-hoeri" width="500" height="287" class="aligncenter size-full wp-image-943" /></a></p>
<p>Der Sage nach soll Gott zur Krönung der Genesis den Bodensee sowie als letztes „Sahnehäubchen&#8221; das hügelige, buchten- und tälerreiche Wiesenland zwischen Zellersee und Rheinsee geschaffen haben. Wo diese Entstehungslegende ihren Ausgang genommen hat, ist leicht zu erraten. Jedenfalls soll der Schöpfer nach Vollendung dieses großen Wurfs ausgerufen haben: „Etz hör i auf!&#8221; („Jetzt hör ich auf!*&#8217;). Schon der Dichter Viktor von Scheffel, dem diese Landschaft zur zweiten Heimat geworden war, konnte dies nur bestätigen; „Allum ist&#8217;s fein und schön, hier ist vom Weltenschöpfer ein Meisterwerk geschehen&#8221;.</p>
<p>Zum Ursprung des Namens „Höri&#8221; gibt es noch eine schlichtere Erklärung; zu Zeiten des Fürstbischofs von Konstanz wurden dessen Besitztümer „Bischofshöri&#8221; genannt, so auch dieser Landstrich. Irgendwann war der Bischof Vergangenheit, aber was blieb, war „die Höri&#8221;. Und sie ist es bis heute geblieben. Was die Besonderheit der Bodenseehalbinsel Höri heute ausmacht, ist die Verbindung von Landschaft und Kultur. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts schon zog es zahlreiche, mehr oder weniger bekannte Künstler und Literaten auf der Suche nach Ruhe und Inspiration in diese Gegend, Sie waren es, die die Höri &#8211; durch das, was sie mitbrachten und durch ihr Schaffen &#8211; erst einer Kulturlandschaft  werden ließen. Hermann Hesse war die wohl berühmteste unter diesen Persönlichkeiten, und er ist auch der erste gewesen, der sich hier ansiedelte. Waren es vor hundert Jahren vor allem noch zivilisationsmüde Aussteiger, die zu neuen Kräften finden wollten, wurde die Höri nach 1933 zu einem Zufluchtsort für verfolgte Künstler wie Otto Dix. Erich Heckel oder Max Ackermann; was freilich auch mit der Nahe zur Schweizer Grenze zu tun hatte. Nach dem Krieg ließen sich weitere Kunstschaffende hier nieder, darunter Rudolf Stuckert. Rose-Marie Schnorrenberger und Walter Herzger, Ihren Spuren kann man auf der „Kunstroute Untersee&#8221; nachgehen, mit dem Fahrrad folgen. Im Hermann-Hesse-Höri-Museum, im alten Dorfkern von Gaienhofen zu finden, sind Werke von ihnen zu sehen. Im nahen Hemmenhofen kann man das Wohnhaus von Otto Dix besuchen, und in der Petruskirche in Kattenhorn befindet sich ein Glasfenster des Künstlers.</p>
<p>Nicht nur durch sein Museumsangebot wurde Gaienhofen zu einem Zentrum dieser einmaligen Kulturlandschaft. Bei heutiger Infrastruktur kaum noch vorstellbar, war die Halbinsel Höri vor hundert Jahren noch äußerstes, unerschlossenes Hinterland des deutschen Kaiserreichs, Gaienhofen konnte man zu jener Zeit auch noch lange nicht mit der Eisenbahn erreichen. Als der Schriftsteller Hermann Hesse 1904 den kleinen Ort erstmals aufsuchte, stellte er fest; es gab keinen Laden, keinen Metzger, „nicht mal einen Pfarrer&#8221;. Doch es scheint für ihn auf Anhieb genau das Richtige gewesen zu sein, denn hier ließ sich der Wanderer, der Luft-und Unruhegeist bald darauf nieder und schlug sogar Wurzeln. Für Hermann Hesse, er stammte als Sohn eines pietistischen Missionars aus dem württembergischen Calw, tiefdrinnen im Schwarzwald gelegen, muss das Leben auf der Höri sehr befreiend gewesen sein. Photographien aus jenen fernen Tagen zeigen den Dichter als drahtigen Naturburschen in FKK-Pose, ein kleines Kind, einer Putte ähnlich, im Arm.</p>
<p>Vor Gaienhofen war Hesse in Basel Sortimentsgehilfe in einer Buchhandlung gewesen. Nebenbei hatte er sich da schon als Verfasser von Artikeln und Buchrezensionen einen Namen gemacht. Auch der erste große literarische Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: „Peter Camenzind&#8221; heißt die Erzählung, Hesse wurde freier Schriftsteller, heiratete Maria Bernulli, zog nach Gaienhofen am Bodensee und wurde Familienvater. Das Haus, in dem er mit seiner Familie von 1904 bis 1907 wohnte, beherbergt heute das Hermann-Hesse-Höri-Museum. In Dauerausstellungen wird eine Übersicht zu den Literaten und Bildenden Künstlern gegeben, die im 20. Jahrhundert auf der Hori lebten und arbeiteten, ergänzt durch Wechselausstellungen zu aktuellen Themen. Man kann durch die Wohnräume im Haus von Hermann Hesse wandeln, und im Anblick seines Schreibtischs und seiner Schreibmaschine versuchen, sich in die damalige Zeit zu versetzen. Das vorhandene dokumentarische Bild- und Schriftmaterial kann dabei der Phantasie auf die Sprünge helfen. Oberhalb des Dorfes liegt der zweite Gaienhofener Wohnsitz Hesses, wo er sich von 1907 bis 1912 aufhielt. Mit dem „großen Geld&#8221;, das er durch den Erfolg seiner ersten Bücher verdiente, erwarb er ein Grundstück im Grünen, Wie folgt hat er es beschrieben: „&#8230;die Lage ist sehr schön, Quellwasser ganz nahe, das Ganze 3 Minuten zum Dorf, mit weiter Seeaussicht nach zwei Seiten, Das Häusle wird bis zum 1. Stock massiv gemauert, oben Faehwerk und wahrscheinlich Schindelbekleidung.</p>
<p><a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/06/hesse-haus.jpg" rel="lightbox[940]"><img src="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/06/hesse-haus.jpg" alt="" title="hesse-haus" width="500" height="309" class="aligncenter size-full wp-image-944" /></a></p>
<p>7-8 Zimmer ohne Nebenräume. Der Boden.,, gibt einen guten Garten.&#8221; Auch handwerklich begabt, war Hesse umfassend am Hausbau beteiligt. Vor wenigen Jahren wurde das Haus umfassend restauriert. So leuchtet heute wieder die türkisgrüne Schindelfassade über dem Hang, so, wie sie ursprünglich von Hesse angelegt worden war. Das Haus ist nach allen Seiten von einem Garten umgeben, von hieraus kann man bis zum gegenüberliegenden Ufer des Untersees mit dem schweizerischen Dorf Steckborn blicken. Es ist die Verbindung von Zuflucht und Weite, wie sie Hermann Hesse und die ihm Nachfolgenden gesucht hatten. Wie bald nach der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, im Zuge von aufkommendem Zivili-sationsverdruss und ein hergehendem Wiederaufblühen der „Blauen Blume&#8221;, von Intellektuellen und Künstlern ein „Zurück zur Natur&#8221; postuliert wurde, war ein halbes Jahrhundert später das Anliegen der Hippies mit ihrem Protest gegen die Leistungsgesellschaft und dem Raubbau an der Natur, ihrer Gründung von Landkommunen sehr ähnlich. Hermann Hesse, als einer ihrer Vorreiter, hatte im Alter rückblickend noch einmal erklärt: „Damals war ein primitives, nicht zivilisatorisches Leben mein Ziel.&#8221; Nicht verwunderlich, dass er in den 1960er Jahren zum Kultautor der Hippies wurde, seine Bücher in den USA noch weit mehr gelesen und geschätzt wurden als bei uns. In seinem Roman „Roßhalde&#8221; hat Hesse die schwere Ehe- und Lebenskrise verarbeitet, zu der es in Gaienhofen am Ende kam. Es war der Auftakt einer allmählichen, schmerzvollen Befreiung von den Fesseln bürgerlichen Lebens mit Hilfe der Psychoanalyse, was schließlich zur wilden Geburt des „Steppenwolf&#8221; führte, seines stärksten Romans. „Steppenwolf &#8211; so nannte sich später auch eine der rauhesten amerikanischen Rock-Bands der amerikanischen Westküste, deren bekanntester Song nicht zufällig „Born To Be Wild&#8221; heißt. Was das alles noch mit dieser kalifornienfernen Bodenseehalbinsel zu tun hat? Bis heute zieht es Künstler auf die Höri, nicht nur brave. Einer unter ihnen ist der Bildhauer Peter Lenk, einer, der gerne „Steine des Anstoßes&#8221; liefert. Er ist nicht nur Schöpfer der heißumstrittenen Konstanzer Imperia-Skulptur, sondern war auch mit seinem „Bodenseereiter&#8221; in Überlingen für eine weitere Provokation gut. Über den etwas abgetakelten Reiter auf altersmüdem Esel war der Schriftsteller Martin Walser, dem die Bronzeplastik gewidmet ist, „not very amused&#8221;. Walser ist der berühmteste unter den vielen in der Bodenseeregion beheimateten oder zugezogenen Schriftstellern. Sätze aus seinem hymnischen Aufsatz „Heimatlob&#8221; lassen vermuten, dass er auch mit diesem Eselsreiter auf seine alten Tage gut leben kann: „Es wäre schön, sich nicht auf sich oder sonst etwas konzentrieren zu müssen. Das wäre wahrscheinlich Natur, Paradies usw.&#8221; Ein Stück von dieser Natur, diesem Paradies, wie es nur in der Selbstvergessenheit zu finden ist, bietet sich dem Besucher gewiss auf der Höri. Dort, wo Himmel, Land und Wasser eine Einheit bilden.</p>
<p>Mehr Informationen: www.gaienhoffn.de<br />
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		<title>&#8220;Oberrheingeschichten&#8221; von Manfred Bosch - Erweiterte und erhellende Sicht auf eine Region</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 12:16:32 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p>Dass die Geschichten von Schriftstellern oft Ergiebigeres über die Zeit, in der sie lebten, aussagen können als die offizielle Geschichtsschreibung es vermag oder zulassen möchte, zeigt einmal mehr dieses süperbe Lesebuch. Der Schriftsteller und Literaturhistoriker Manfred Bosch ist als Herausgeber der „Oberrheingeschichten&#8221; ein besonderer Glücksfall. Ist er doch ein ausgewiesener Kenner und Schilderer der Zeit- und Literaturgeschichte des deutschen Südwestens, [...]<br /><p>zum Artikel: <a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/%e2%80%9eoberrheingeschichten-von-manfred-bosch/">'&#8220;Oberrheingeschichten&#8221; von Manfred Bosch'</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die Geschichten von Schriftstellern oft Ergiebigeres über die Zeit, in der sie lebten, aussagen können als die offizielle Geschichtsschreibung es vermag oder zulassen möchte, zeigt einmal mehr dieses süperbe Lesebuch. Der Schriftsteller und Literaturhistoriker Manfred Bosch ist als Herausgeber der „Oberrheingeschichten&#8221; ein besonderer Glücksfall. Ist er doch ein ausgewiesener Kenner und Schilderer der Zeit- und Literaturgeschichte des deutschen Südwestens, wofür ihm u.a. der Bodensee-Literaturpreis (1978 und 1997) sowie der Johann-Peter-Hebel-Preis (1990) verliehen wurde. Bosch hat ungemein profunde Werke wie über die „Boheme am Bodensee&#8221; und „Alemannisches Judentum. Spuren einer verlorenen Kultur&#8221; geschrieben. Außerdem begründete er 1980, in Zeiten zunehmenden regionalen Selbstbewusstseins, die Kultur- und Literaturzeitschrift „Allmende&#8221;. Sie enthält noch zu hebende Schätze, zumindest was den Zeitraum betrifft, in dem Bosch federführend war und ihm Mitstreiter wie Martin Walser, Ulrike Längle, Matthias Spranger, Andre Weckmann, Adolf Muschg sowie andere Frauen und Männer des Worts zur Seite standen.</p>
<p>Der Tübinger Literaturverlag Klopfer &#038; Mayer hat es sich zur Aufgabe gemacht, die gesamte Landkarte Baden-Württembergs literarisch abzustecken. Ein schönes, begrüßenswertes Projekt, Den bereits erschienenen „Schwarzwaldgeschichten&#8221;, „Albgeschichten&#8221; und „Bodenseegeschichten&#8221; folgten zuletzt die „Oberrheingeschichten&#8221;, Ein besonderes Verdienst dieser Textsammlung ist es nun, dass sie nicht nur die badische Seite des Oberrheingebiets abdeckt, sondern dezidiert grenzüberschreitend die internationale Gesamtheit einer alten, trotz aller Verwerfungen der Geschichte zusammenhängende Kulturregion im Herzen Europas erfasst, Bosch verweist mit dieser wohl einzigartigen Literaturlandschaft gleichzeitig auf eine besondere politische „Katastrophenzone Europas&#8221;, in der nicht zufällig eine ausgeprägte Protestkultur, die von den Salpeterern des Hotzenwalds bis zu den Atomkraftgegnern von Whyl reicht, Tradition hat. Über einschlägige Literaturbeispiele von mehr oder weniger bekannten Autorinnen und Autoren wird mit den „Oberrheingeschichten&#8221; ein Bogen von einem weit zurückliegenden historischen Raum bis in unsere Tage geschlagen. Aber mehr noch: Was sich heute endlich als eine intakte „Brückenlandschaft&#8221; darstellt, birgt zudem eine zukunftsweisende europäische Dimension in sich.</p>
<p>Ein Nachwort des Herausgebers macht diese Tragweite erst zur Gänze deutlich. Auf wenigen Seiten versteht es Bosch zu vertiefen, was er zuvor mit einer Vielzahl von Texten aus fünf Jahrhunderten zwischen Humanismus und Moderne als „Versuch einer knappen literatur-historischen Skizze&#8221; aufgefächert hat. Die aus seiner Sicht „wenigen Striche und Tatbestände&#8221; sind auf fünf Kapitel verteilt und folgen dankender weise keiner strengen Chronologie, sondern bündeln Themenbereiche in spannender Abfolge. Die Überschriften geben deutlich vor, was sich in den einzelnen Textgruppen widerspiegelt: „Landschaften, Städte&#8221;, „Lebenswelten&#8221;, Impressionen von Besuchern „auf Durchreise&#8221;, „Querelles allemaniques&#8221; sowie „Identität und Wandel&#8221;. Erinnert wird daran, dass mit Erasmus von Rotterdam der Oberrhein zur Wiege des Humanismus wurde, Wickram hier seine Schwanke, Grimmeishausen den „Simplicissimus&#8221; und Pfeffel seine Fabeln schrieb, Dass in Straßburg durch Goethe, Herder und Lenz der „Sturm und Drang&#8221; begründet wurde, Dass Johann Peter Hebel in seinen Gedichten und Geschichten das Alemannische zur Klassik erhob und darin Baden, das Elsass und die deutschsprachige Schweiz vereinte, Dass moderne Schriftsteller wie Rene Schickele, Annette Kolb und Otto Plake in ihren Romanen den „europäischen Gedanken&#8221; erstmals vorausdachten. Und dass Literaten nicht ruhen werden, aufzugreifen und darzustellen, was Zeit und Leben diktieren.<br />
Wichtig ist Manfred Bosch auch die eindeutige geographische Bestimmung des Gebiets, das er mit seiner literarischen Feldforschung zu erfassen versuche.</p>
<p><a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/06/oberrhein-geschichten.jpg" rel="lightbox[934]"><img src="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/06/oberrhein-geschichten.jpg" alt="" title="oberrhein-geschichten" width="500" height="350" class="aligncenter size-full wp-image-938" /></a></p>
<p>Wobei er feststellt, dass heute von „oberrheinischer Literatur&#8221; nicht mehr die Rede sein kann, sondern allenfalls von „Literatur am Oberrhein&#8221;. Bei genauer Definition sei dies „die Literatur am südlichen Oberrhein von Basel bis Karlsruhe, also vom Rheinknie und seinen umgebenden Landschaften Sundgau und Markgräflerland bis ins Unterland mit der ehemaligen badischen Landeshauptstadt&#8221;. Jedoch werde unter „Oberrhein&#8221; gemeinhin „jene große Geschichtslandschaft verstanden, die sich unter den Staufern von Basel und seinem westschweizerisch-burgundischen Vorland bis zum mittelrheinischen Gebirge, von der lothringisch-saarländischen Grenzzone bis zum Main herausgebildet hat.<br />
Lesen wir uns in das vorliegende Buch hinein, beweist es sieh sogleich, dass das Vergangene immer erst lebendig und greifbar wird durch Geschichten über Menschen und ihre Umgebung. Besonders, wenn sie derartig kontrastreich, vielfältig und ins Offene weisend sind wie die hier vor uns ausgebreiteten. Was wiederum mit der Region zusammenhängt, in der sie angesiedelt sind. Paradebeispiel für Bosch sind Johann Peter Hebels Kalendergeschichten, „die zwischen Liestal und Philippsburg einen oberrheinischen Landschaftsraum imaginieren, in dessen .Einheit mit Konstantinopel und Pensa, Neisse und Ragusa jedoch immer die ,ganze Welt&#8217; hineinspielt&#8221;. Dieses weitgefasste Verständnis von Landschaft, bei noch gesteigerter Imagination, vermittelt auch „Mein Garten Eden&#8221; von Christoph Meckel: „Mein Garten Eden läge oberhalb süddeutscher Weingärten, aber am Meer, und hätte keinen Zaun. Ich käme den Hohlweg von der Küste herauf&#8230; liefe wieder barfuß auf stäubendem Lehm und sähe, höhersteigend, das badische Meer mit Weinschiffen und den elsässischen Inseln.&#8221;</p>
<p>Viel mit dieser Weitgefasstheit hat der Rhein zu tun, ein Strom auf weitem Weg bis zur Mündung ins Meer, der Landschaft. Menschen und Mentalitäten prägt. „Mein Rhein ist jung&#8221; steht über einer Jugenderinnerung von Marie Luise Kaschnitz, Sie beschreibt ihre Schwimmübungen bei Breisach so, als seien sie auch eine heimatliche Initiation gewesen, „Das Badische ist in den Rhein gefasst&#8221;, meinte der aus Hornberg im Schwarzwald stammende Schriftsteiler Wilhelm Hausenstein. Aber er beließ es nicht bei dieser Feststellung: „Der Strom hat etwas zu bedeuten, er spricht eine Symmetrie aus&#8230;&#8221; Am merkwürdigsten sei ihm der Rhein immer zwischen Kehl und Karlsruhe erschienen; „Da lag die Außenseite des nördlichen Schwarzwalds; sie lag dunkel; ich wünschte mich zu den Sternen und zum Mond hinauf, um von oben her hineinsehen zu können wie in eine Reliefkarte; um mit der Hand über die nächtlichen Fichtenwälder zu fahren und mit dem Zeigefinger steckenzubleiben &#8211; wo?</p>
<p>Im Wirtsschild zum Bären, dort an der Ecke, in Hornberg,.,&#8221; Die Luftigkeit, die sich im südlichen Oberrheintal durchmischt, fasst Felix Moeschlin knapp zusammen;.,Schwarzwaldluft. Rheinluft, Vogesenluft,&#8221;Tami Oefken beschreibt, wie es ist. wenn das Rheintal zwischen Vogesen und Schwarzwald „mit einem schweren Nebelkissen zugestopft&#8221; ist, und wie dann endlich durch die Burgundische Pforte der westliche Wind zieht und „die   unbeweglichen   Nebelkissen&#8221; durchwühlt und auseinanderzerrt,  bis  sie  höhersteigen, „vorerst unwillig, aber je mehr sie wandern, umso hurtiger werden sie auf ihrem Wege in die offenen Taler des Sehwarzwalds hineingezogen. Und bald kann es von den Höhen wieder so aussehen, wie es schon der Dramatiker Georg Büchner in seinem „Brief an die Familie&#8221; am 8. Juli 1833 aus dem Straßburger Exil beschrieb: „Zu unseren Füßen lag still das dunkle Wasser&#8230; Über den Schwarzwald und die Jura schien das Gewölk wie ein schäumender Wasserfall zu stürzen, nur die Alpen standen hell darüber, wie eine blitzende Milchstraße.&#8221; Wie Büchner hatte auch Alfred Doblin emigrieren müssen. Als er 1945 in diese Landschaft zurückkehrte, die ihm durch seine Freiburger Studienzeit vertraut war, notierte er: „Und da fließt der Rhein. Was taucht in mir auf? Rhein war früher ein Wort voller Inhalte, Jetzt fällt mir ,Krieg&#8221; und .strategische Grenze* ein, nur Bitteres. Da liegt wie ein gefällter Elefant die zerbrochene Eisenbahnbrücke im Wasser&#8230;&#8221; der sozialistische Schriftsteller Gustav Landauer, 1870 in Karlsruhe geboren, brachte es auf eine denkbar knappe Formel: „Politik = Geographie + Geschichte&#8221;. Er empfahl, einmal den Atlas zur Hand zu nehmen und die entsprechende Karte aufzuschlagen: „Elsass und Lothringen ist ein aus Deutschen und Franzosen gemischtes Gebiet, seit über einem Jahrtausend strittig, Grund zu wilden Kriegen, hin und her geschoben und nie zur Ruhe gekommen,&#8221; Bei solcher Betrachtung wird klar, dass das letzte halbe Jahrhundert wohl zu den ruhigsten Zeiten gehört, die diese Gegend je sah. „Die Route jenes Verkehrs, dessen Fluktuation seit Beginn der abendländischen Geschichte niemals aussetzte&#8221;, diese „historische Strömung durch das Rheintal&#8221;, ist für Ernst Glaeser ein wahrer „Goldstrom Europas&#8221;, Dieser habe den Landschaften und den Menschen ein Gesicht gegeben, das „trotz nationalistischer Querfalten und Krähenfüße jene Einheit bewahrte, die Europa groß machte&#8221;. Der bei Oberkirch iebcnde Autor Heinz G, Huber vertritt in seinem Text<br />
„Die Rastatter Rheinaue. Requiem auf eine Landschaft&#8221; eine heutige Sicht. Er empfiehlt: „Man muss Landschaften ausgraben, ausgraben aus den Verschüttungen unseres Bewusstseins, ausgraben unter dem Schutt und den Verwüstungen der industriellen Zivilisation.&#8221; Aber dazu müsse man zuerst einmal die Autobahn verlassen, ins Abseitige fahren &#8230;</p>
<p>Manfred Bosch:<br />
Oberrheingeschichten, Klopfer R Meyer Verlag,<br />
Tübingen 2010, 384 Seiten, 22 Euro. </p>
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		<title>Von Striebli,Brägli und Nonnenseufzern - Ein Streifzug durch die Besonderheiten der regionalen Küche</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 11:33:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p>Not macht bekanntlich erfinderisch. Zu Zeiten, als es in den abgelegenen Schwarzwaldhöfen noch keinen Strom, geschweige denn Kühlschränke gab, mussten sich die Bewohner anders behelfen, um ihre leicht verderblichen Lebensrnittel möglichst lange genießbar zu halten. Sie erfanden Pökelfleisch und Rauchwürste, Trockenobst und Hartkäse &#8211; und so auch den Schwarzwälder Schinken,Räucherspeck und geräucherte Forellen, die mit zu den begehrtesten Produkten der [...]<br /><p>zum Artikel: <a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/von-strieblibragli-und-nonnenseufzern/">'Von Striebli,Brägli und Nonnenseufzern'</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Not macht bekanntlich erfinderisch. Zu Zeiten, als es in den abgelegenen Schwarzwaldhöfen noch keinen Strom, geschweige denn Kühlschränke gab, mussten sich die Bewohner anders behelfen, um ihre leicht verderblichen Lebensrnittel möglichst lange genießbar zu halten. Sie erfanden Pökelfleisch und Rauchwürste, Trockenobst und Hartkäse &#8211; und so auch den Schwarzwälder Schinken,Räucherspeck und geräucherte Forellen, die mit zu den begehrtesten Produkten der regionaltypischen Schwarzwälder Spezialitätenküche zählen.</p>
<p>Zu haben sind sie nicht nur in Gastronomiebetrieben von der Strauße und der einfachen Vesperhütte bis hin zum Sternelokal, sondern oft auch direkt bei den Schwarzwaldhöfen und in den Herstellungsbetrieben. Oder im Handel, Souvenirshop, Hotel oder der Tourist-Info: denn, was sich ohne Kühlung lange hält, ist auch für den Transport und Versand von besonderem Interesse. Was bis vor wenigen Jahren noch kaum jemand für möglich gehalten hätte.<br />
Schwarzwälder Tüftler haben es heute sogar geschafft, die wichtigsten Bestandteile der Schwarzwälder Kirschtorte im Präsentkoffer oder einen Kirschkuchen mit in Kirschwasser getränkten Kirschen in der Dose zu kreieren &#8211; zum erweiterten Einsatz unter erschwerten Bedingungen wie dem Campingurlaub. Picknick am See, Wandertag in den Bergen oder eben zur Mitnahme und für den Versand ins ferne In- und Ausland. Die bis auf Eier und Sahne fertige Backmischung inklusive Rezept ist eine Idee der Schwarzwald Tourismus GmbH und über Tourist-Infos, ausgewählte Hotels oder das Internet (<a href="http://www.onlineshop-schwarzwald. info">www.onlineshop-schwarzwald. info</a>) zu beziehen. Der Kirschkuchen in der Dose ist eine Erfindung des Bäckers Johannes Ruf aus St.Peter und in den Bäckerei-Filialen desselben Namens oder im Internet (<a href="http://www.beckesepp.de">www.beckesepp.de</a>) erhältlich.</p>
<p><a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/06/kirschtorte.jpg" rel="lightbox[928]"><img src="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/06/kirschtorte.jpg" alt="" title="kirschtorte" width="484" height="353" class="aligncenter size-full wp-image-931" /></a><strong>Foto: Reinhold Wagner</strong></p>
<p>Von der frischen Torte gibt es beinahe so viele Varianten wie Hersteller &#8211; denn natürlich will jeder Konditor dem beliebten Produkt seine individuelle Note geben, und sei es nur bei der Dekoration. Volker Gmeiner zum Beispiel, Konditormeister und Geschäftsführer des Confiserie- &#038; Kaffeehausunternehmens Gmeiner aus Appenweier, ersetzt einen Teil der Sahne durch eine Art Mousse-au-chocolat. Das macht die Torte nicht unbedingt leichter, aber optisch und geschmacklich vielseitiger. In Todtnauberg findet alle zwei Jahre ein Festival zu Ehren der Schwarzwälder Kirschtorte statt &#8211; das nächste 2012. Im Europa Park haben es Schwarzwälder Konditoren im Jahr 2006 sogar zu einem Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft: sie schufen die mit 80 Quadratmetern weltgrößte Schwarzwälder Kirschtorte. Für die Erfindung eines derart erfolgreichen Produkts möchte natürlich jeder gerne geadelt werden. Doch ob jener Josef Keller aus Radolfzell zu Recht diesen Titel trägt, der 1915 in einem Cafehaus in Bad Godesberg die Torte in einstöckiger Urversion erfunden haben soll, daran zweifeln heute noch einige Schwarzlwälder.</p>
<p>Dahingegen soll die Kombination der Füllung im Südschwarzwald schon früh bekannt gewesen sein; „Bauersfrauen kochten Süß- und Sauerkirschen, die im Überschuss aus der Ernte vorhanden waren und mischten sie mit Rahm, den sie aus der Milch abschöpften. Dazu träufelten sie Kirschwasser und es entstand die Schwarzwälder Creme, ein Dessert&#8221;, weiß Pressesprecherin Gaby Baur von der Schwarzwald Tourismus GmbH zu berichten. Durch die Torte wurden deren charakteristische Zutaten, Schwarzwälder Kirschwasser und Kirschen, ebenfalls zu Rennern. So sehr, dass sogar ein Großteil der berühmten ,.Piemont-Kirschen&#8221; für „Mon cheri&#8221; nicht etwa aus dem Piemont, sondern aus dem Schwarzwald stammen. Dem übrigens größten Kirschenanbaugebiet der Welt.</p>
<p>Dass auch Balsamico-Essig aus dem Schwarzwald kommen kann, beweist der experimentierfreudige Schnapsbrenner Theo Künstel aus Kappelrodeck-Waldulm, Und in der Goldstadt Pforzheim würde man sich nicht mit weniger zufrieden geben, als mit Goldsekt, in dem Sprenkel echten Blattgolds schwimmen. Um bei den Getränken zu bleiben: Nicht nur für besten Wein und Schnaps sind der Schwarzwald und seine Randlagen berühmt. Auch Brauereien heimsen alljährlich Preise ein für ihre Biere &#8211; darunter eines, das auf seinem Etikett das Bild des typischen Schwarzwald-Mädels mitsamt Charakterbaum trägt. Nun dass die Brauer in ihrem Eifer (oder nach reichlichem Genuss) Tanne mit Fichte verwechselten. Nicht minder begehrt und gepriesen ist Schwarzwälder Mineralwasser. Und vom Bodenseeraum breitet sich langsam aber sicher das Seezüngle, eine regionale Limonadenmarke, auch im Schwarzwald aus. Was typische einheimische Gerichte angeht, da stehen Zugereiste nicht selten beim Studium der Speisekarte vor so manchem Rätsel, Dabei sind Spätzle und Maultaschen, Flamm-. Zwiebelkuchen und „Neuer Süßer&#8221; ja noch recht weitläufig bekannt. „Brägele&#8221; und „Bibeleskäs&#8221;, „Kratzede&#8221; und „Bubespitzle&#8221;, „Sulz&#8221; und „Krumbiere&#8221; anhand eines badisch-schwäbischen Wörterbuchs relativ leicht zu übersetzen. Was aber soll ein Ortsfremder mit Begriffen wie „Striebli&#8221; und „Nonnefürzle&#8221; (abgeschwächter: „ Nonnenseufzer) anfangen?</p>
<p>Da ist dann schon mehr Fantasie gefragt. Einer Nudelteigpresse nicht unähnlich sieht dabei das Küchengerät aus, durch das die süßen Striebli ins heiße Fett gedrückt werden, wobei sich die langen „Nudeln&#8221; spiralig verdrehen und ineinander verknoten. Der Seufzer entfährt der Nonne hingegen beim Biss in eines der mit flüssiger Marmelade gefüllten und ebenfalls frittierten Bällchen, die man als Miniaturausgabe eines Berliners oder Krapfen ansehen könnte. Die Entstehung beider Produkte ist auf den notgedrungen raschen Verzehr fetter Süßspeisen vor Anbruch der Fastenzeit zurückzuführen. Was dem Schwarzwald seine Forellen, sind dem Bodensee die Felchen. Im Spätsommer und Herbst gesellen sich zu Schwarzwälder Schinken, Speck und Wild ganz gerne einheimische Waldpilze, im Frühjahr und Sommer Spargel und Wildkräuter und im Winter Kohlsorten. Dabei darf es ruhig auch mal eine schon fast vergessene Sorte wie die Schwarzwurz, der Schwarzkohl oder Vulkanspargel sein. Was sich in der Natur nicht (mehr) findet, wird von Neuem gezüchtet. Das milde Klima der Oberrheinregion erlaubt sogar den Anbau von Trüffeln, Tabak, Reis, Oliven, Zitrus-, Kiwi- und Kaki-Früchten, Von Maroni, Trauben und Lamponi (, den Früchten der Physatis) gar nicht zu reden. Wo ehemals viel Wald gerodet wurde, ist heute Platz für Streuobstwiesen und Bienenzucht &#8211; und somit kommen auch würziger Tannenhonig und feinste Marmeladesorten aus dem Schwarzwald. Der Name „Faller&#8221; fällt unweigerlich bei Konfitüre. Und wer beim Stichwort „Käse&#8221; zuerst an Frankreich, Holland oder die Schweiz denkt, der war noch nicht auf der Südschwarzwälder Käse-Route unterwegs. Dass es „den&#8221; typischen Schwarzwälder Käse noch nicht gibt, fuchst die Schwarzwälder schon lange. Weshalb prompt im Herbst vergangenen Jahres der ersteTuniberger Käsemarkt einberufen wurde &#8211; unter anderem mit dem Ziel, „den einen&#8221; zu finden und zu kreieren. Mit dem endgültigen Ergebnis aber will man sich noch etwas gedulden &#8211; die zu schlagende Konkurrenz ist schließlich groß. Dasselbe gilt für den Wein, Damit aber die nächsten Nachbarn nicht böse werden, wird auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Keller und am Herd immer größer geschrieben; Jüngstes Projekt badisch-elsässisch-schweizerischer Kooperation in Sachen Ess- und Genuss-Kultur ist die kulinarische Rheinkreuzfahrt zwischen Straßburg und Basel, deren Auftakt am 21.3. 2011 stattfand. <strong>Artikel von Reinhold Wagner</strong></p>
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		<title>Auf Schleichwegen mit dem Schriftsteller Max Frisch - Erinnerung an eine Begegnung mit dem verstorbenen Schweizer Dramatiker Max Frisch</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 10:50:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p>Es ist das erste Mal, dass ich dabei bin. Das Schwäbische Meer ist seit vielen Tagen in Nebel gehüllt &#8211; nur Grautöne &#8211; kein Windhauch. Unten, im ehemaligen reichsfreien Städtchen, sprechen sie von der „Hungerburg&#8221;. Es stimmt schon, obgleich die Betonung auf Entschlackung liegt, sagen die oben im Sanatorium. Aber diese Entschlackung ist nur über rigoroses Fasten zu erreichen. Und [...]<br /><p>zum Artikel: <a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/auf-schleichwegen-mit-dem-schriftsteller-max-frisch/">'Auf Schleichwegen mit dem Schriftsteller Max Frisch'</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist das erste Mal, dass ich dabei bin. Das Schwäbische Meer ist seit vielen Tagen in Nebel gehüllt &#8211; nur Grautöne &#8211; kein Windhauch. Unten, im ehemaligen reichsfreien Städtchen, sprechen sie von der „Hungerburg&#8221;. Es stimmt schon, obgleich die Betonung auf Entschlackung liegt, sagen die oben im Sanatorium. Aber diese Entschlackung ist nur über rigoroses Fasten zu erreichen. Und das sieht so aus: morgens Tee, ans Bett serviert, mittags Brühe mit jeweils einem Hauch von Tomate, Brokkoli oder anderen Gemüsesorten. Um zwei Uhr wieder Tee mit einem Klacks Honig, auf den man sich schon morgens freut. Abends Brühe oder Saft, dazwischen Liter-weise Mineralwasser &#8211; stilles, versteht sich. Und davon lebt man drei, vier Wochen, manche gar noch länger, je nach Krankheitsbild oder Pfunden. Im Sanatorium wird erzählt, dass gar mancher an Stöcken ankomme und ohne Stöcke weggehe. Hartnäckige Hautkrankheiten verschwänden durchs Heilfasten für immer. Normalerweise spielt das Wetter im Urlaub oder während der Kur eine zentrale Rolle. Hier nicht. Nur der Blick auf die Waage entscheidet über Sieg oder Niederlage. Jeden Tag wird man gewogen, manchmal steht die Waage fünf Tage still; dann herrscht unter den Patienten depressive Stimmung. Aber dann kann es vorkommen, dass man über Nacht plötzlich ein Kilo los wird. Wie Siegesmeldungen werden die einzelnen Ergebnisse ausgetauscht, bei der Gymnastik, im Schwimmbad, in der Trinkhalle.</p>
<p><a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/06/Max-Frisch.jpg" rel="lightbox[922]"><img src="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/06/Max-Frisch.jpg" alt="" title="Max-Frisch" width="500" height="328" class="aligncenter size-full wp-image-924" /></a></p>
<p>„Ich bin hier, um mich von den Medikamenten zu entgiften, seit Monaten habe ich kein Auge zugemacht&#8221;, erzählt die Diplomatenfrau aus Luxemburg. Madame, eine Pariserin, weilt hier, um sich für ihren Mann schön zu erhalten. Noch ist sie es. Die Herren umschwirren sie: im Schwimmbad ist ihr der deutsche Sektfabrikant immer am nächsten. Sie schwimmen nur in kleinen Stößen, die Köpfe sind nicht geradeaus gewandt, nein, sie blicken sich unentwegt an, und er freut sich, dass er sein Französisch &#8211; mit hessischer Klangfärbung &#8211; anbringen darf. Die drei handfesten Schwäbinnen schauen dem Schwimmflirt kopfschüttelnd zu: „Dia schwätzt de ganze Zeit, dees hot doch mit Schwimme nix zu doe&#8221;.<br />
Rolf, die Seele der Gymnastikhalle. seinem Wesen, seinem Lächein, seiner Geduld nach ein Asiate, obwohl in der Zeppelinstadt aufgewachsen, ist sehr häufig bei den mittäglichen Kurzausflügen dabei. Für ihn gibt es keinen Zweifel, dass er schon einmal gelebt hat, irgendwo in Asien, er weiß es ganz sicher. Und ich bin fast dabei, es zu glauben. Nie hat das Essen eine solch zentrale Rolle gespielt wie auf diesen Wanderungen. Von Hummer, Lachs und Kaviar schwärmen die einen, die anderen von einer deftigen Brotzeit, Urn diesen Quälereien zu entgehen, fange ich an, die einzelnen nach dem Wohnort, und wenn ich sie besser kenne, nach dem Beruf zu fragen. Vor zwei Tagen kam ein Neuer. Zwei Meter lang, aber mit einem Bauch ausgestattet, als habe er einen Riesenfußball verschluckt. Er wirkt grobschlächtig, aber als ich mit ihm näher ins Gespräch komme, spüre ich seinen Humor, seine Feinfühligkeit. „Findens net a, man is viel sensibler g&#8217;worden. seit der Fasterei, i hob neulich den „Fidelio&#8221;. 1.Quartett, im Schollplotleng&#8217;schäft g&#8217;hört, Tränen san mer komme, so schön fand ich&#8217;s nie.&#8221; Er ist Österreicher, Lebkuchenhersteller und wohnt in der Nähe von Klagenfurt. Er gesteht mir gleich, dass er nur mit großem Widerwillen hierher gekommen sei. Nicht die Lebkuchen haben ihn so außer Form geraten lassen, sondern das Bier, der Wein. Fleisch und Wurst. Bevor er die „Hungerburg&#8221; betreten habe, sei er kurz vor dem Ziel noch dreimal zünftig eingekehrt, um diese Strapazen zu überstehen. Aber jetzt fühle er sich sehr wohl. Er komme sich vor wie ein Held auf dem Schlachtfeld&#8230;&#8230;</p>
<p>Im Städtchen unten wird Fasnet gefeiert, alemannisch. Die Jungen schwingen riesige Peitschen, stellen sich mitten in die Straßen und hallen so den gesamten Verkehr in Schach, Ich hätte Lust, diese Sitte Zuhause einzuführen, ohne Fasnet. Keiner wagt, sich ihnen zu nähern, denn das könnte tödlich sein. Und irgendwann, wenn der Knall besonders gelungen ist. treten sie zur Seite, und der Verkehr rollt weiter. Das war doch<br />
der&#8230;..Ja, er ist&#8217;s. Der bekannte Schweizer Schriftsteller. Die Kurgäste, besonders die Damen, machen sich auf, die Buchläden zu stürmen; auch solche, die nie lesen, kaufen zumindest seine Werke. Und nun beginnt der große Wettlauf des Signierens. Man trifft ihn nicht allzu oft, ab und zu mal in einer gemeinsamen Gymnaslikstunde, das ist alles. Die elegante Grauhaarige aus Köln trägt jedoch vorsichtshalber das Bücherpaket immer mit sich, es könnte ja sein, dass sie ihm irgendwo begegnet.</p>
<p>Und nach Tagen hat sie auch Glück. Wie ein junges Mädchen errötet sie und bittet ihn, den Packen Bücher zu signieren. Er ist sehr liebenswürdig, er kommt gerne dem Wunsche nach. Neulich hatte sie mir schon erzählt, ihr Mann schreibe Steuerfachbücher, Sie fragt den Schriftsteller, ob er nicht Interesse an einem solchen Exemplar habe? Er wehrt lachend mit den Händen ab. ..ich bezahle meine Steuern, aber Bücher möchte ich darüber nicht lesen&#8221;.<br />
Viele Patienten vom Nachbarufer sind da. Einer erzählt von der Sauna, die er mit dem Schriftsteller geteilt habe. „Er ist ein Nestbeschmutzer, ein übler, da kann er noch so viele Doktorhüte bekommen!&#8221; Ich frage ihn, ob er mit ihm debattiert habe? „Gott bewahre, ich werde mich doch nicht mit ihm anlegen,wo denken Sie hin!&#8221; Am nächsten Morgen, auf der Treppe, begrüßt er den „Nestbeschmutzer&#8221; auf Schwyzerdütsch: Hand Sie au guet g&#8217;schlafe, wie geht&#8217;s (hne &#8211; isch ihne d&#8217;Umschtellig würklich nöd schwergefalle? Gal, mir Landslüt müend doch zamhalte!&#8221; Auch ich mache mich auf den Weg. die neuesten Werke zu holen. Es ist fast alles vergriffen, man muss es bestellen. Und wenn ich nachts nicht schlafen kann, lese ich; dabei entdecke ich eine Stelle, die mich ungeheuer aufregt. Ich muss einfach mit ihm darüber sprechen. Wie macht man das? Am anderen Morgen, vor dem Schwimmbad, treffe ich ihn und fasse mir ein Herz, wann er mal Zeit und Lust zu einer Plauderstunde habe? „Am besten gleich heute abend&#8221;, schlägt er vor&#8230; „wir können ja die Suppe gemeinsam auf meinem Zimmer auslöffeln.&#8221;</p>
<p>Und das ist nun der Beginn eines intensiven Gedankenaustausches über Religion, Tod, Liebe, Politik, Begrüßt hat er mich mit der Bemerkung: „Sie sind sicherlich eine ausgezeichnete Köchin.&#8221; Ich muss zugeben, dass mir die kulinarischen Genüsse nicht unwichtig sind. Ich erzähle ihm, dass ich mein Fahrrad dabei habe, um die Umgebung schneller zu entdecken. „Das ist eine gute Idee&#8221;, meint er. „das würde mich auch mal wieder reizen, aber ich bin schon lange nicht mehr geradelt&#8221;. Ich schlage ihm eine Probefahrt auf meinem Fahrrad vor. Am nächsten Mittag, es ist immer noch zu kalt für die Jahreszeit, Er dreht eine Runde auf dem Parkplatz. Es geht, es scheint ihm Spaß zu machen. Zuvor biete ich ihm meine Handschuhe an. Sie passen.<br />
Er hat eine auffallend kleine Hand. Am Seeufer radelt er mir davon; ich renne ihm nach bis zum Verkehrsamt, denn dort habe ich ein Herrenfahrrad vorbestellt. Er will es gleich für zwölf Tage mieten. Der Chef des Amtes ist fassungslos. Er kann nicht begreifen, dass man zu dieser kalten Jahreszeit volle zwölf Tage ein Fahrrad mieten will. Verträge werden ausgestellt, mehrmalige Unterschriften sind notwendig, bis wir endlich das bei Gott nicht mehr neue Vehikel in Händen haben.</p>
<p>Ich radle voraus, da ich die Schleichwege schon kenne, die Autos zu umgehen. Um den Weg abzukürzen, fahre ich durch die Tankstelle durch. Kopfschüttelnd folgt er mir nach. Er hätte gerne die Führung übernommen, das fühle ich geradezu, er muss aber zugeben, dass meine Schleichwege gar nicht so übel sind, wenn auch nicht immer ganz legal. „Mit Ihnen lande ich noch in einem alemannischen Gefängnis, wenn das so weitergeht&#8221;, und prompt steigt er ab, als das Zeichen „Für Fahrräder verboten&#8221; erscheint, wahrend ich lachend weiterradle. Ich frotzle ihn, „seit wann halten Künstler sich denn so strikt an Paragraphen?&#8221; &#8211; „Nur in der Kur bin ich ein Engelein&#8221;, ruft er zurück, was ich sehr bedaure.<br />
Und eines morgens, als ich gerade von der Sauna zurückkomme, wer sitzt auf der kalten Steintreppe, Pfeife rauchend, finster blickend? Er.</p>
<p>„Ich habe so einen Hunger, ich halte das einfach nicht mehr aus, nur meine Pfeife kann mir jetzt helfen.&#8221; In der Teeküche bekomme ich ein Glas Buttermilch für ihn &#8211; das einzige, was als Zusatznahrung erlaubt ist &#8211; die ich ihm ans Bett bringe, denn inzwischen ist ihm sehr kalt geworden. Ein dankbarer Blick trifft mich.<br />
Die Strecke am See entlang zur berühmten Kirche von Peter Thumb. durchs barocke, schon lange im Verfall begriffene Klostertor radelnd, wird unsere Standardtour. Die Ufer sind zwar sehr zugebaut, von Zweitwohnungen, mehr oder minder hässlich. von Yachthäfen. Die Boote, aufgebockt, ragen wie Urwelttiere aus dem Grau der Landschaft, Der See lächelt nie, der Frühling ist noch fern, und er meint, den Blick auf die Landschaft gerichtet, „Erwartung ist schöner als Erfüllung&#8221;,<br />
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		<title>Jakobswege die über den Schwarzwald führen. - Europäische Kulturwege,Heinrich-Schickhardt-Straße,Fachwerkstraße,Jakobswege</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 10:01:47 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p>Der Europäer muss sich seiner noch bewusster werden. Deshalb engagiert sich der Europarat, mit heute 48 Mitgliedsstaaten das größte europäische Gremium, für das Kulturabkommen von 1954, das besagt, jede Vertragspartei pflege die „Kulturgüter, die sich unter ihrer Kontrolle befinden&#8221; (Art.1). Im Hinblick darauf wurde das Programm der „Kulturwege&#8221; („Itineraires cutturels&#8221;) ins Leben gerufen. Es versteht sich als Instrument, um die [...]<br /><p>zum Artikel: <a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/jakobswege-die-uber-den-schwarzwald-fuhren/">'Jakobswege die über den Schwarzwald führen.'</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Europäer muss sich seiner noch bewusster werden. Deshalb engagiert sich der Europarat, mit heute 48 Mitgliedsstaaten das größte europäische Gremium, für das Kulturabkommen von 1954, das besagt, jede Vertragspartei pflege die „Kulturgüter, die sich unter ihrer Kontrolle befinden&#8221; (Art.1). Im Hinblick darauf wurde das Programm der „Kulturwege&#8221; („Itineraires cutturels&#8221;) ins Leben gerufen. Es versteht sich als Instrument, um die Europäer für ihr gemeinsames Erbe zu sensibilisieren. Als Kulturgut werden die Kunstschätze, die historische Bausubstanz, und die natürlichen Landschaftsgüter verstanden, aber auch zivilisatorische Werte wie die Menschen rechte. Das „Europäische Institut für Kulturwege&#8221;, mit Sitz in Luxemburg, unterstützt den Europarat in diesem Sinne. Themen der Kulturwege sind etwa der Pilgerpfad nach Santiago de Compostela, die Seiden- und Textilstraße, die Straße des Judentums, die Hansestädte und der Einfluss der Klöster auf europäische Entwicklungen. Frankreich und Deutschland betätigen sich hier federführend, u.a. durch ihre Regionalpolitik an gemeinsamen Grenzen, z.B. am Rhein.</p>
<p><strong>Europäische Kulturstraße Heinrich Schickhardt</strong></p>
<p>So wurde 19S9 die deutsch-französische „Heinrich Schickhardt-Kulturstraße&#8221; initiiert. Schickhardt (1558-1635) war ein Architekt der Renaissancezeit, gelegentlich auch „der schwäbische Leonardo da Vinci&#8221; genannt, da er auch als Erfinder hervortrat. Der nach ihm benannte grenzüberschreitende Kulturweg erinnert an sein Wirken, das von Backnang im östlichen Baden-Württemberg bis Montbeliard (Franche-Comte / Frankreich), ehemals Mömpelgard, reicht. Die Anlage von Freudenstadt, mitten in einer reizenden Schwarzwaldlandschaft, gut als Krönung seines Lebenswerks. Zeugnisse von Schickhardts Wirken finden sich in 17 deutschen und französischen Städten, die im Rahmen eines zweisprachigen Projekts kooperieren (www.heinrich-schickhardt-kulturstrasse.de). Schickhardt war Baumeister unter Herzog Friedrich I. von Württemberg und hinterließ als Ingenieur und Literat viele Zeugnisse. In den letzten Lebensjahren verfasste er das „Inventarium&#8221;, eine wichtige Quelle der Renaissancekultur. Im Zuge seines Lebens hat er etwa 50 Schlösser und Herrensitze umgestaltet oder neu erbauen lassen.</p>
<p>Auch entwarf er Maschinen, hydraulische Anlagen wie Pumpen und Brunnen, skizzierte die Schiffbarmachung des Neckars und die Errichtung eines Steinkohlebergwerks im Stuttgarter Kriegsberg. Zu seinen bekanntesten Entwürfen gehört der mühlespielähnliche Grundriss Freudenstadts. Auf den ist man vor Ort mächtig stolz, bis heute: „Deutschlands größter umbauter Marktplatz (&#8230;) mit wunderschönen Arkadengängen, Brunnen und einer 45 x 18 m großen, rechteckigen Ebene, auf der 50 steuerbare Fontänen sprudeln&#8221;. Auch ein anderes Wahrzeichen der Stadt, die „architektonisch ungewöhnliche, winkelhakenförmige&#8221; Stadtkirche, entstammt Schickhardts Konzept. Im elsässischen Riquewihr ließen sich wohlhabende Leute ihre Häuser von Heinrich Schickhardt bauen, und er prägte Stuttgarts historische Innenstadt. Montbeliard wurde dank dieses Architekten gar revolutionär umgewandelt, von einer mittelalterlichen Anstedlung in eine Renaissance-Stadt. In Horbourg-Wihr. nahe Colmar. geht eine bemerkenswerte Kirche auf ihn zurück. Ob nun in Tübingen oder in Schickhardts Geburtsstadt Herrenberg, der Baumeister prägte viele Orte zwischen Vogesen und Schwarzwald. 1650 ließ er die badische Stadt Oppenau im Renchtal die nach einem Brand zerstört war, wieder aufbauen. Das damals angelegte Stadtbild blieb prägend.</p>
<p>In Sulz am Neckar initiierte Schickhardt ein Projekt für kostengünstige Salzgewinnung. Bei der Beschäftigung mit ihm begegnet man im Übrigen wiederholt den „Salzstraßen&#8221;, Handelswegen, die seit frühgeschichtlicher Zeit quer durch Europa führten. Die Städte Altensteig, Backnang, Esslingen am Neckar, Herrenberg, Schiltach, Oppenau und Freudenstadt sind nicht nur in Bezug auf Heinrich Schickhardt relevant, sie zählen auch zur „Deutschen Fachwerkstraße&#8221; (www.deutsche-fachwerkstrasse.de). Und manche dieser Städte sind nicht nur durch Schickhardt und Fachwerk verbunden, auch der „Jakobsweg&#8221;, mitunter „Jakobusweg&#8221; genannt, tut sich in ihrer Nähe auf, und der wiederum kreuzt die „Europäische Barock Straße&#8221;.</p>
<p><strong>Die Jakobuskapelle auf dem Bergle ist ein<br />
Wahrzeichen Gengenbachs und Wallfahrtsort für Pilger auf dem Jabobusweg</strong></p>
<p><a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/06/jakobuskapelle_500.jpg" rel="lightbox[915]"><img src="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/06/jakobuskapelle_500.jpg" alt="" title="jakobuskapelle_500" width="500" height="274" class="aligncenter size-full wp-image-918" /></a></p>
<p><strong>Europaweite Jakobswege</strong></p>
<p>Die erste Kulturslraße, die der Europarat 1987 ausrief, war der „Jakobsweg&#8221;. Ziel war, den historischen Pilgergedanken wiederzubeleben, der auf dem „Jakobusbuch („Liber Sancti Jacobi&#8221;) beruht. Das Buch aus dem 12. Jahrhundert enthält einen Pilgerführer, der für den französischen Raum vier Wege nennt, von denen einer aus dem Elsass kommt. Und dorthin führt wiederum ein Zubringer (Neckar- Baar-Jakobusweg) über den Schwarzwald, der von Rottenburg am Neckar bis nach Thann (Elsass) verläuft, 224 Kilometer weit. Die gesamte Strecke (2500 km), ausgerichtet auf den Wallfahrtsort Santiago de Compostela im Nordwesten Spaniens, säumen historische Jakobusdarstellungen, die eine alte Pilgertradition bezeugen. Ein Teilstück (120 km) fuhrt durch das bezaubernde Kinzigtal, zum Kloster Alpirsbach und zu den Jakobskapellen in Wolfach und Gengenbach. Durch das Kirnbach- und Gutachtal, Herkunftsorte des Bollenhutes, wandert man über Ausläufer der Schwarzwald höhen zum Landwassereck; dann das Elzta! abwärts über Waldkirch und Denzlingen nach Freiburg. Die Jakobuskapelle in Oberrimsingen ist der letzte Ort vor dem Rhein. Auch über Breisach erreicht der geneigte Pilger den französischen Jakobsweg, in Notre Dame de Schauenberg, Direkt nach Thann führt eine andere Variante; geht man über die Brücke bei Kessenheim, trifft man auf den von Straßburg kommenden Jakobsweg, der an den Vogesen entlang {Wallfahrtsorte sind etwa Mont Saint Odile und Les Trois Epis) in Richtung Belfort und nach Burgund führt. Ein anderer Abschnitt der Pilgerwege, die sich zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb spannen, führt 37 Kilometer über den Hochschwarzwald; sein Verlauf entspricht der alten Handelsstraße von Villingen nach Freiburg über Wagensteig. Alle regionalen Stationen sind mit dem Symbol der Jakobsmuschel beschildert und so in das europäische Wegenetz eingebunden. Die Routen des Jakobsweges entwickelten sich seit dem 11. Jahrhundert und werden heute ständig verbessert; man arbeitet auch an Listen günstiger Unterkünfte für den Langzeitpilger, der schließlich nicht im Luxushotel absteigt.</p>
<p>Die Kulturwege, für die das Europäische Institut für Kulturwege (EICR) zentral zuständig ist, werfen einen frischen Blick auf Europa; ein geographischer Atlas ist in Vorbereitung. Zu den jüngsten Projekten gehört die Wiederbelebung des Pilgerwegs von Canterbury nach Rom, die „Via Francigena&#8221;; die „Frankenstraße&#8221; umfasst mittelalterliche Pilgerwege, die von Franken nach Rom führten &#8211; zur Grabstätte der Apostel Petrus und Paulus; Erzbischof Siegerich von Canterbury hat das 994 beschrieben. Führen alle Wege nach Rom? Malerisch tun sich dazwischen jedenfalls Vogesen und Schwarzwald auf, der Kaiserstuhl, verschiedene Weinstraßen, die Rheinauen und das elsässische Ried &#8211; mit einer faszinierenden Flora und Fauna. Europa ist alt und wir müssen es noch begreifen. Mal kurz weg? On y va? Auf los geht&#8217;s los- mitten in die Gegenwart des kulturellen Erbes!</p>
<p><a href="http://www.pilger-weg.de">www.pilger-weg.de</a><br />
<a href="http://www.heinrich-schickhardt-kulturstrasse.de">www.heinrich-schickhardt-kulturstrasse.de</a><br />
<a href="http://www.schwarzwald-tourismus.de">www.schwarzwald-tourismus.de</a></p>
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		<title>Taubergießen und die naturgeschützten Rheinauen - Wo Kormorane brüten und Orchideen blühen</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Jun 2011 14:43:10 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nehmen wir einmal an, Ziel unseres Tagesausflugs ist der naturgeschützte, urwüchsige Auwald von Taubergießen, den wollten wir schon lange einmal aufsuchen. Nehmen wir einmal an, es ist ein schöner, wenn nicht gar idealer Ausflugstag mit klarer Luft und strahlendem Sonnenschein, Egal ist es dann, ob man von Norden oder Süden kommt, aus Richtung Basel oder Karlsruhe. Bei der Fahrt durch das vom Licht durchflutete, ausgedehnte südliche Oberrheintal wird einem garantiert ein erhebendes Gefühl von Weite [...]<br /><p>zum Artikel: <a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/taubergiesen-und-die-naturgeschutzten-rheinauen/">'Taubergießen und die naturgeschützten Rheinauen'</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nehmen wir einmal an, Ziel unseres Tagesausflugs ist der naturgeschützte, urwüchsige Auwald von Taubergießen, den wollten wir schon lange einmal aufsuchen. Nehmen wir einmal an, es ist ein schöner, wenn nicht gar idealer Ausflugstag mit klarer Luft und strahlendem Sonnenschein, Egal ist es dann, ob man von Norden oder Süden kommt, aus Richtung Basel oder Karlsruhe. Bei der Fahrt durch das vom Licht durchflutete, ausgedehnte südliche Oberrheintal wird einem garantiert ein erhebendes Gefühl von Weite überkommen. Das Besondere an dieser sich hier auftuenden Weite ist, dass sie durch die Begrenzung der Mittelgebirge des Schwarzwalds und der Vogesen, die sich spiegelbildlich gegenüberliegen, nicht ins Uferlose geht und somit etwas Anheimelndes hat. Der elsässische Schriftsteller Rene Schickele sah in der Rheinebene, seiner Zunft gemäß, „die zwei Seiten eines aufgeschlagenen Buches&#8221;, die nicht durch den Rhein getrennt sind, sondern durch ihn vereint werden, „indem er sie mit einem festen Falz&#8221; zusammenhält.</p>
<p><a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/06/taubergiesen_boot_500.jpg" rel="lightbox[880]"><img src="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/06/taubergiesen_boot_500.jpg" alt="" title="taubergiesen_boot_500" width="500" height="328" class="aligncenter size-full wp-image-885" /></a></p>
<p>Die so schön überschaubare Weite der Ebene zu beiden Seiten des Rheins ergibt sich durch eine flurbereinigte, fast baum- und heckenlose Landschaft. Das ist auch, nicht zu vergessen, eine Folge der Rheinbegradigimg durch den badischen Ingenieur Tulla im 19. Jahrhundert. Dadurch wurden zwar die jährlichen, großflächigen Überschwemmungen verhindert, doch der nunmehr stark beschleunigte Rheinabfluss bewirkte auch eine beträchtliche Absenkung des Grundwasserspiegels, was zu einer Versteppung der Wiesen, Wälder und Felder führte. Und das wiederum brachte ein Aussterben vieler Tier- und Pflanzenarten sowie eine Minderung des einstigen Fischreichtums mit sich. Wie so oft in der zivilisatorischen und technologischen Entwicklung führten auch hier die Eingriffe zu Störungen des natürlichen Gleichgewichts. Zur Rhein-begradigung kam auch noch die Anlage eines Rheinseitenkanals auf französischer Seite hinzu, was zu einer weiteren Absen kung des Grundwasserspiegels führte. So verschwanden die alten Flussauen nach und nach, und durch das Ausbleiben fruchtbarer Schwemmfracht mussten die Felder seither künstlich gedüngt werden.</p>
<p>Der zunehmenden Versteppung wurden vor dem Naturschutzgebiet Taubergießen Grenzen gesetzt. Durch die behutsame Erhaltung von Wasserarmen und Feuchtgebieten konnte diese einzigartige Stromauenlandschaft für Flora und Fauna zurückgewonnen werden. Sie bietet heute dem Besucher mehr als nur eine Erinnerung an ihren Urzustand. Der Name „Taubergießen&#8221; wird übrigens von einem gleichlautenden Gewässerlauf im nördlichen Teil des Schutzgebietes abgeleitet. Nährstoffarme Gewässer mit geringem Fischbestand bezeichnen die Fischer seit jeher als „Tauben&#8221;, während die hier charakteristischen, aus Grundwasser gespeisten Fließgewässer, die zahlreich die weitläufige Wald- und Feuchtwiesenlandschaft durchziehen, „Gießen&#8221; genannt werden. Erst seit 1979 wurde das 2400 Hektar große Areal des Taubergießen zu einem Landschaftsund Naturschutzgebiet erklärt, es ist eines der größten und beeindruckendsten, die das Land Baden-Württemberg zu bieten hat.</p>
<p>Der Taubergießen erstreckt sich auf einer Lange von 12 Kilometern entlang des Rheins, seine breiteste Steile beträgt 2.5 Kilometer. In seiner beträchtlichen Ausdehnung reicht dieses Areal mehr oder minder bis in die Gemarkungen der Gemeinden Kappel-Grafenhausen, Rust, Rheinhausen, Weisweil und Wyhl hinein. An die französische Gemeinde Rhinau mussten 1000 Hektar des Naturschutzgebietes abgetreten werden, was auf historisch-politische Ursachen zurückzuführen ist.</p>
<p>Wer sich über die Autobahn A5 unserem Ziel nähert, hat drei Möglichkeiten der Anfahrt. Zum nördlichen Taubergießen bei Kappel am Rhein kommt man über die Ausfahrt Ettenheim. Man fährt in Richtung Kappel-Grafenhausen und von dort aus weiter zur Rheinfähre, wo sich beim ehemaligen Zollhaus ein Parkplatz mit einer Informationsstelle für das Naturschutzgebiet befindet. Zum mittleren Taubergießen nimmt man die Ausfahrt Rust-Ringsheim und fährt in Richtung Europa-Park und Campingplatz, um zu den Parkplätzen an der Zuckerbrücke zu gelangen. Der südliche Taubergießen ist über die Ausfahrt Herbolzheim zu erreichen, von dort aus geht es in Richtung Rheinhausen weiter. In den Ortsteilen Ober- und Niederhausen ist auf die Beschilderung „Zum Rhein&#8221; bzw, „Rheinstraße&#8221; zu achten, die zu den Parkplätzen „Weier&#8221; oder „Schützenhaus&#8221; führen.<br />
Alle drei Parkplätze liegen um unmittelbaren Rand des Schutzgebietes, Von den Gemeinden Rheinhausen, Rust und Kappel-Grafenhausen ist der Taubergießen gut über mehrere Buslinien zu erreichen. Von den Bahnhöfen Herbolzheim, Ringsheim und Orschweiler kommt man angenehm mit dem Fahrrad zum Schutzgebiet, das auf weiteren gut ausgeschilderten Fuß- und Radwanderwegen erschlossen werden kann.<br />
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		<title>Schwarzwälder Trachten und ihre Geschichte(n) - Vom Stroh zum Bollenhut</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Jun 2011 14:20:59 +0000</pubDate>
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geworden: der Bollenhut. Sein auffälliges Erscheinungsbild sorgte erst jüngst bei der Weltausstellung in Shanghai wieder für Aufsehen. Helga Reichenbach sieht die Entwicklung nicht nur mit positiven Gefühlen: Bald wird es mehr Bollenhüte aus Asien geben als Originale. In der Heimt des Bollenhuts hingegen sicht sich die Hochschwarzwälderin bereits heute an der Seite Gabriele Aberle aus Gutach als eine der letzten traditionellen Hutmacherinnen im [...]<br /><p>zum Artikel: <a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/schwarzwalder-trachten-und-ihre-geschichten/">'Schwarzwälder Trachten und ihre Geschichte(n)'</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er ist nur einer unter 158 verschiedenen Kopfbedeckungen die durch die Hand von Helga Reichenbach gehen. Aber er ist längst zum Markenzeichen für den gesamten Schwarzwald<br />
geworden: der Bollenhut. Sein auffälliges Erscheinungsbild sorgte erst jüngst bei der Weltausstellung in Shanghai wieder für Aufsehen. Helga Reichenbach sieht die Entwicklung nicht nur mit positiven Gefühlen: Bald wird es mehr Bollenhüte aus Asien geben als Originale. In der Heimt des Bollenhuts hingegen sieht sich die Hochschwarzwälderin bereits heute an der Seite Gabriele Aberle aus Gutach als eine der letzten traditionellen Hutmacherinnen im Schwarzwald.</p>
<p><a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/06/bollenhut_500.jpg" rel="lightbox[867]"><img src="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/06/bollenhut_500.jpg" alt="" title="bollenhut_500" width="500" height="370" class="aligncenter size-full wp-image-868" /></a><strong>Foto: Reinhold Wagner</strong></p>
<p>Die Herstellung eines originalen Gutacher Bollenhuts ist eben auch nicht gerade ein Kinderspiel- jedenfalls nicht für Laien.In ganz Europa gibt es heute keine einzige Fabrik mehr,die Strohbänder mit Baumwollfäden näht, weiß Helga Reichenbach. Schon jetzt wird daher notgedrungen das Ausgangsmaterial für den Bollenhut aus Thailand geliefert. In einem ersten Schritt näht Reichenbach daraus einen Strohhut, der mit Knochenleim geleimt und anschließend gedämpft und gepresst wird.Ein Nylonfaden würde da auseinandergehen<br />
und sich auflösen, erklärt die Näherin, die im Heimethus am Scheffelbach in Schluchsee traditionelle Trachten nach Maßvorgaben fertigt. Der Bollenhut ist nur eine von 158.<br />
Im nächsten Arbeitsgang wird der Strohhut &#8220;gwießlet&#8221;, wie die Handwerkerin das &#8220;Weißfärben&#8221; mit Alabastergips nennt. Das Material müsse durch die dünne Gipsschicht noch zu erkennen sein, darauf legt sie Wert. Dann geht es ans Bollen nähen. 14 sind es insgesamt: elf große und drei im Ansatz erkennbare.Sie werden in drei Kreuzen am Hut befestigt &#8211; rote für ledige, schwarze für verheiratete Gutacherinnen. Dann noch zurecht-schneiden und den Hut füttern. Alles in allem benötigt die geübte Hand für einen Hut knapp zwei Tage. Gelernt hat sie das Handwerk von ihrer Großmutter: &#8220;Meine Mutter stand lieber in den Reben und hat Schnaps gebrannt. Aber meine Tochter will bald in meine Fußstapfen treten und das Geschäft später weiterführen&#8221;, sagt Helga Reichenbach, die seit mehr als 40 Jahren am Nähtisch sitzt.</p>
<p>Seinen eigentlichen Ursprung hat der Bollenhut nebst schwarzweißer Tracht in drei Dörfern des ehemals württembergischen Amts Hornberg: in Gutach, Kirnbach und Reichenbach. Einer Anweisung durch die Kanzlei aus dem Jahr 1797 lässt sich entnehmen, dass auf die Strohhüte der Region &#8220;die übliche Dekoration von schwarzer und roter Farbe&#8221; aufzutragen sei. Dem einfachen Aufmalen folgte das Aufnähen kleiner Wollrosen, die im Laufe des 19. Jahrhunderts immer größer wurden. International bekannt wurde der Bollenhut durch den Heimatfilm &#8220;Schwarzwaldmädel&#8221;, der 1950 als erster deutscher Farbfilm ins Kino karn. Hauptdarstellerin Sonja Ziemann wurde in der Tracht zur Ikone einer Bilderbuchlandschaft.<br />
Und die Schwarzwald Tourismus GmbH machte aus dem Symbol ihr Markenzeichen für den gesamten Schwarzwald. &#8220;Warum reden alle immer nur vom Bollenhut&#8221;, klagt indessen Helga Reichenbach. &#8220;Der Schwarzwald hat so viele wunderschöne Trachten zu bieten: Ihre ganz persönliche Lieblingstracht ist ohnehin die der Hochschwarzwälder. Allerdings sei diese ganz aus Gold und Seide gestickte, Tracht auch die mit Abstand teuerste &#8211; und langwierigste in der Herstellung. Allein für die Stickereien auf dem Oberteil benötige sie rund 2.200 Arbeitsstunden. Neben all den Hüten, Miedern und Röcken in ihrer Werkstatt fallen besonders die mit Perlen und Flitterzeug versehenen Schäpel auf, die an Festtagen getragen werden. Außer an Trachtenfesten sind die typischen Festtagskleider der Schwarzwälder heute in den beiden Werkstätten in Gutach und Schluchsee sowie in Trachten- und Heimatmuseen, zum Beispiel in Haslach und Triberg, zu bewundern.<strong>Artikel von Reinhold Wagner</strong></p>
<p><strong>Infos:<br />
Heimethus am Scheffelbach, Helga Reichenbach<br />
Unterfischbach 12, 79859 Schluchsee, Tel. 07656-1347<br />
Kunstgewerbliche Werkstätte, Gabriele Aberle<br />
Lehmbauernweg 6, 77793 Gutach, Tel. 07833-1817</strong></p>
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		<title>Alamannen-Museum Vörstetten - Ausgrabungen der Steinzeit und frühe Alamannen in Vörstetten</title>
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		<pubDate>Wed, 11 May 2011 23:28:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sehenswertes]]></category>
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		<description><![CDATA[In  unserem Museum gibt es die Möglichkeit, an unterschiedlichen Aktionen und Workshops teilzunehmen. Wir bemühen uns, Ihnen durch das Jahr hindurch ein abwechslungsreiches Programm zu bieten. Auf unserer Startseite  finden Sie immer aktuell alle kommenden Veranstaltungen und [...]<br /><p>zum Artikel: <a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/alamannen-museum-vorstetten/">'Alamannen-Museum Vörstetten'</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Museums- und Geschichtsverein Vörstetten (MGV) ist ein als gemeinnützig anerkannter Förderverein. Er ist der Träger des Alamannen &#8211; Museums und organisiert und beaufsichtigt alle Maßnahmen und Aktivitäten. Der Verein finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, Fördermittel und Spenden sowie aus dem laufenden Museumsbetrieb. Die aktiven Mitglieder helfen bei den Vereinsaktivitäten, insbesondere beim Aufbau und bei der Organisation der Aktivitäten auf dem Freigelände Der MGV hat eine museumspädagogische Zielsetzung. Zielgruppen sind Schüler, Lehrer und Eltern  sowie die historisch interessierte Bevölkerung. Die museumspädagogische Arbeit wird von Archäologen und geschulten Helfern betreut. Der Verein wird vom Vorstand ehrenamtlich geleitet, er wird alle 2 Jahre von der jährlich stattfindenden Mitgliederversammlung gewählt. Der Verein unterhält das Museum und das Freigelände sowie das dem Freigelände gegenüberliegende gemeindeeigene Pachtgelände. Wie kann man mitmachen? Als Vereinsmitglied kann man bei der Betreuung des Alamannen-Museums mitwirken und/oder den Verein durch einen Mitgliedsbeitrag unterstützen.</p>
<p><a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/05/alamannen_museum.jpg" rel="lightbox[847]"><img src="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/05/alamannen_museum.jpg" alt="" title="alamannen_museum" width="450" height="338" class="aligncenter size-full wp-image-848" /></a> </p>
<p>In den Jahren 1991, 1998–2000 und 2007 wurden in der Gemeinde Vörstetten (Landkreis Emmendingen/Baden-Württemberg) archäologische Ausgrabungen durchgeführt, die ein Zeitfenster öffneten in die Übergangszeit zwischen Spätantike und Frühmittelalter (4./5. Jahrhundert n.Ch.) Die Auswertung der Grabungsergebnisse führte zu der Idee, mit einem Museum und einem Freilichtareal die Zeit der frühen Alamannen im Vorfeld der römischen Reichsgrenze zu rekonstruieren und nach den Grundsätzen der „living history“ (erlebte Vergangenheit) anschaulich und erfahrbar zu machen. Die Umsetzung der Idee besteht aus der erstmaligen Rekonstruktion eines frühalamannischen Gehöftes und in der Erarbeitung eines erlebnispädagogischen Museumskonzeptes. Das Alamannen-Museum Vörstetten besteht aus dem Museum mit einer Dauerausstellung über die frühen Alamannen im Breisgau, einem Freigelände mit dem Alamannenhof (Wohnstallhaus, Speicher, Töpferwerkstatt, Backofen, Römerecke) sowie einer gemeindeeigenen Pachtfläche (Anbau und Kultivierung  alter Getreide- und Gemüsesorten, Hopfengarten, Bogenschießen) Träger des Alamannen-Museums Vörstetten ist der 2005 gegründete Museums- und Geschichtsverein Vörstetten, der zur Zeit ca. 50 Mitglieder hat. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.  Die Vereinssatzung regelt die Organisation sowie die Aufgaben und Ziele des Vereins. Das Alamannen-Museum Vörstetten ist eine kulturelle Einrichtung mit einer museumspädagogischen Zielsetzung. Zielgruppen des erlebnispädagogischen Museumskonzept sind Schüler, Lehrer, Eltern und historisch interessierte Bürger. Sie sollen sich in die Zeit der frühen Alamannen zurückversetzen können und Geschichte durch eigenes Erleben und Mitmachen erfahren. Das AMV ist ein Erlebnisort für Familien, Schulklassen und historisch Interessierte.</p>
<p><a href="http://www.alamannen-museum.de">Alamannen-Museum Vörstetten</a><br />
Denzlinger Straße 24<br />
79279 Vörstetten<br />
Tel. Nr.:07666-8820042<br />
Fax: 07666-8820041<br />
Email:<a href="mailto:  info@alamannen-museum.de"> info@alamannen-museum.de</a></p>
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		<title>Görwihl,Herrischried und Rickenbach - Der Hotzenwald - Ein Fleckchen unberührter Natur</title>
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		<pubDate>Wed, 11 May 2011 21:53:56 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Südschwarzwald]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Urlaubregion für Ruheforscher Hotzenwald ganz im Süden des Schwarzwaldes gelegen, die Schweiz vor der Tür, Frankreich nur wenige Kilometer entfernt, ist eine Region der Ruhe und [...]<br /><p>zum Artikel: <a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/gorwihlherrischried-und-rickenbach/">'Görwihl,Herrischried und Rickenbach'</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier im Süden des Südschwarzwaldes gibt es ein kleines Fleckchen unberührter Natur &#8211; das ist der Hotzenwald &#8211; die drei Gemeinden Görwihl, Herrischried und Rickenbach mit ihren Ortsteilen. Sie fahren aus der Rheinebene hinauf in die sanfte typische Hügellandschaft des Hotzenwaldes und es eröffnen sich, wenn das Wetter günstig ist, weite Blicke bis zu den Alpenketten ins Schweizer Jura. Kleine Dörfer, Aussiedlerhöfe und viel Wald und Wiesen charakterisieren diese Kulturlandschaft.</p>
<p><a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/05/hotzenwald_dorf1.jpg" rel="lightbox[841]"><img src="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/05/hotzenwald_dorf1.jpg" alt="" title="hotzenwald_dorf" width="450" height="300" class="aligncenter size-full wp-image-844" /></a></p>
<p>Der Hotzenwald liegt nicht weit vom Schluchsee und Titisee und auch der Feldberg, der höchste Berg im Schwarzwald, ist nur einige Kilometer entfernt . Wenn Sie also Ihre Ruhe in der Natur, Gastfreundschaft und zwischendurch etwas Kultur in internationalen Städten die praktisch vor der Tür sind, erleben wollen, dann sind sie willkommen als „Ruheforscher im Hotzenwald“.</p>
<p><a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/05/hotzenwald_spaziergaengerin.jpg" rel="lightbox[841]"><img src="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/05/hotzenwald_spaziergaengerin.jpg" alt="" title="hotzenwald_spaziergaengerin" width="450" height="300" class="aligncenter size-full wp-image-842" /></a></p>
<p>Abwechslungsreiche Landschaft, friedliche Wälder, klare Gebirgsbäche, alles lädt zum erholen, entspannen und erforschen ein. Eine Kulturlandschaft von der Natur geschaffen und von Menschenhand gepflegt. Lebensraum für Mensch und Tier. Hier ist es ein Erlebnis, die reine Luft zu atmen und sich fallen zu lassen in Ursprünglichkeit und Tradition.</p>
<p><a href="http://www.ruheforscher.de">Hotzenwald Tourismus GmbH </a><br />
Hauptstraße 28<br />
79737 Herrischried<br />
Telefon +49 (0) 77 64 / 92 00 40<br />
Telefon +49 (0) 77 64 / 92 00 41<br />
Fax +49 (0) 77 64 / 61 91<br />
Email: <a href="mailto: info@ruheforscher.de">info@ruheforscher.de</a></p>

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		<title>Camping Belchenblick - Wohlfühlurlaub im Südschwarzwald</title>
		<link>http://www.schwarzwaldimpressionen.de/camping-belchenblick/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 May 2011 20:32:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dies u. Das]]></category>
		<category><![CDATA[Belchen]]></category>
		<category><![CDATA[Camping]]></category>
		<category><![CDATA[Staufen]]></category>
		<category><![CDATA[Südschwarzwald]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir begrüßen Sie recht herzlich auf unserem Campingplatz mitten im Markgräflerland am Fuße des [...]<br /><p>zum Artikel: <a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/camping-belchenblick/">'Camping Belchenblick'</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Urlaub pur verspricht Ihnen unser privat geführter Campingplatz mit Flair. Die Lage des Campingplatzes ist ideal um einen Urlaub ohne gleichen zu erleben. In der sonnenreichsten Gegend Deutschlands finden Sie unseren Platz an der Grenze zum Hochschwarzwald und den viel gerühmten badischen Weinbergen. Die Nähe zum Elsass und der Schweiz lässt kein Ausflugsziel offen. Durch diese Vielseitigkeit können Sie Ihren Urlaub so richtig genießen.</p>
<p><a href="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/05/camping-belchenblick.jpg" rel="lightbox[837]"><img src="http://www.schwarzwaldimpressionen.de/wp-content/uploads/2011/05/camping-belchenblick.jpg" alt="" title="camping-belchenblick" width="350" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-838" /></a></p>
<p>Für einen angenehmen Aufenthalt finden Sie an allen unseren Plätzen Strom- , Abwasser- TV-Anschluss und DVB-T (ab 10.7.). Einige Plätze verfügen auch über einen Frischwasseranschluss. Freizeitmöglichkeiten erwarten Sie im Sommer mit dem kostenlosen Freibad, Hallenbad direkt auf dem Platz, sowie Animationen etc. Mit Ihrem eigenem Laptop (Wireless Lan) können Sie in der Rezeption / Wirtschaft ins Internet gehen.</p>
<p>Gerne würden wir Sie persönlich kennenlernen und freuen uns, Sie und Ihre Familie bald als unsere Gäste begrüßen zu dürfen.</p>
<p><a href="http://www.camping-belchenblick.de">Campingplatz Belchenblick</a><br />
Tel. +49(0)7633/7045<br />
Fax. +49(0)7633/7908<br />
Mail: <a href="mailto: info@camping-belchenblick.de">info@camping-belchenblick.de</a></p>

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